Gleichstellungsbeauftragte
Stark für Geschlechtergerechtigkeit und eine moderne Gleichstellungsarbeit
Bereits im Jahr 1987 hat der Landkreis Goslar als Vorreiter in Niedersachsen die erste Frauenbeauftragte bestellt. Seitdem hat die Gleichstellung der Geschlechter einen hohen Stellenwert in unserem Landkreis.
Trotz des gewachsenen Bewusstseins für Ungleichheiten sind wir uns bewusst, dass Frauen noch immer nicht die gleichen Chancen in allen Lebensbereichen haben. Dies sehen wir als eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe an, der wir uns mit vollem Einsatz widmen.
Unser Ziel ist es, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Landkreis Goslar zu erreichen. Die Gleichstellungsstelle setzt sich dafür ein, dass die unterschiedlichen Perspektiven und Lebensrealitäten von Frauen und Männern in Entscheidungen des Landkreises berücksichtigt werden.
Wir laden Sie herzlich ein, sich auf unserer Website umzusehen und mehr über unsere Arbeit und unsere Projekte zu erfahren. Gemeinsam können wir einen Beitrag zur Gleichstellung leisten und die Chancengleichheit für alle Menschen im Landkreis verbessern. Die Gleichstellungsstelle stellt sich vor.
Die aktuellen Veranstaltungen der Gleichstellungsstelle sowie die schon geplanten Veranstaltungen für 2026 sind im Veranstaltungskalender des Landkreis Goslars zu finden.
Einen Einblick in die Arbeit der Gleichstellungsstelle zeigt unser Video auf YouTube “Gleichstellung ist kein Selbstläufer - aber wer bringt sie voran?" und in der Mediathek.
Veranstaltungen und Interessantes
- FRAG-Sitzungen (Frauenarbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar)
- Dienstag, 01. Dezember 2026, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr, Kreishaus, Klubgartenstraße 6, 38640 Goslar, Raum 0102
Ergebnisse der Aktion #LilaFenster
"Stimmen für Gleichberechtigung und Vielfalt im Landkreis Goslar" - Broschüre bündelt Ergebnisse
Die Wünsche, Ideen und Anregungen von Frauen sichtbar zu machen und so Impulse für einen lebenswerteren Landkreis Goslar zu setzen – dieses Ziel verfolgte vor gut zwei Jahren die Aktion #LilaFenster. Sie wurde von der Frauen-Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar (FRAG), den Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Goslar, der Stadt Goslar, der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld und der TU Clausthal in Kooperation mit dem landkreisweiten „Bündnis 8. März“ zum Weltfrauentag 2024 ins Leben gerufen. Die Ergebnisse dieser Aktion wurden nun in einer Broschüre gebündelt und veröffentlicht.
Mitmach-Aktion
Vom 6. bis 16. März 2024 konnten Frauen in Goslar, Bad Harzburg, Clausthal-Zellerfeld und Seesen ihre Wünsche und Anliegen öffentlich sichtbar machen. Hierfür stellten Geschäfte und Institutionen ihre Fenster zur Verfügung. Ziel war ein offener Dialog, um zu verstehen, was Frauen im Alltag bewegt und welche Bedingungen sie brauchen, um hier gut zu arbeiten, zu leben und in der Region zu bleiben.
- Wie sollte ein idealer Landkreis für Frauen aussehen?
- Welche Angebote wünschen sich Frauen?
- Wie möchten Frauen ihre Freizeit gestalten?
Diese drei Kernfragen standen im Zentrum der Aktion, die großes Interesse in der Bevölkerung hervorrief.
Ergebnisse
406 Einzelwünsche wurden eingereicht (ohne Mehrfachnennungen), beteiligt waren über 20 Unternehmen und Institutionen. Die meisten Beiträge kamen aus Goslar (94) und Clausthal-Zellerfeld (81); 73 Beiträge wurden online eingereicht.
Besonders häufig fanden sich Nennungen aus den Bereichen:
- Solidarität und Gleichberechtigung (61)
- Familienfreundliche Freizeitangebote (55)
- Stadtplanung und Bauen (50)
Alle Einreichungen im Rahmen der Mitmachaktion #LilaFenster wurden in 14 Themenfelder geordnet, darunter Sicherheit, Mobilität, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Vielfalt und Klimaschutz. Fast zwei Jahre lang haben engagierte Frauen ehrenamtlich die Stimmen der Region gebündelt und in der Broschüre dokumentiert.
Gleichstellung als Standortfaktor in der Regionalentwicklung
Ziel der Organisatorinnen und Beteiligten der Aktion ist es, das Thema Gleichstellung als entscheidenden Faktor in der Regionalentwicklung sichtbar zu machen. Gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimakrise, Energiearmut, Pflegeengpässe und der demografische Wandel betreffen Frauen im ländlichen Bereich stärker. Zugleich sehen sie sich mit sozioökonomischen Ungleichheiten, traditionellen Rollenbildern und unbezahlter Care-Arbeit konfrontiert. Zudem ist auch der Landkreis Goslar als Region von der Abwanderung junger Menschen betroffen: Insbesondere junge Frauen vermissen oft eine selbstbestimmte Lebensperspektive. Ihre Abwanderung bedeutet den Verlust von Fachkräften, Innovationskraft und sozialer Dynamik.
Daher wurden die Ergebnisse in der Broschüre zusammengefasst und eingeordnet. Für Politik, Wirtschaft und Bevölkerung sind damit Ansatzpunkte geschaffen, die Themen aufzugreifen und die Geschlechterperspektive im eigenen Handeln und in Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Gleichstellung ist ein zentraler Standortfaktor in der Regionalentwicklung. Gute Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen sichern Fachkräfte, fördern wirtschaftliche Entwicklung und stärken die Region insgesamt. Wer gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen will, muss kommunale Gleichstellungsarbeit stärken und Partizipation strukturell fördern.
Dank
Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die die Idee unterstützt, ihre Erfahrungen geteilt und das „Lila Fenster“ mit Leben gefüllt haben.
Hier nochmals die verlinkte Broschüre, diese liegt am auch am Informationsstand der Gleichstellungsstelle (neben dem Bürgerbüro) aus.
Bei Fragen oder Interesse bitten melden unter: gleichstellungsbeauftragte@landkreis-goslar.de.
Veranstaltungskalender – Internationaler Frauentag 2026
Der Internationale Frauentag findet jedes Jahr am 8. März statt. Auch hier bei uns im Landkreis Goslar nutzen Frauen, Organisationen, Verbände, Vereine und viele mehr alljährlich diesen Tag, um auf das Thema Gleichberechtigung aufmerksam zu machen. Wir haben die Aktionen in einem Veranstaltungskalender - Frauentag 2026 zusammengefasst und wünschen allen viel Erfolg, bereichernde Begegnungen und interessante Gespräche sowie ganz viel Spaß.
Diskriminierung melden
Haben Sie Diskriminierung oder Benachteiligung aufgrund des Geschlechts, sexualisierte oder häusliche Gewalt, Sexismus oder andere Formen von Geschlechterdiskriminierung erlebt oder beobachtet? Melden Sie es unserer Gleichstellungsbeauftragten.
Melden Sie den Vorfall gerne anonym oder mit Ihren Kontaktdaten. Sie finden unseren Diskriminierungsmelder hier. So können wir den Zwischenfall aufnehmen und auf Wunsch weitere Schritte besprechen. Auch wenn Sie keine direkte Unterstützung wünschen, ist Ihre Meldung wichtig.
Bitte beachten Sie, dass eine anonyme Meldung keine offizielle Beschwerde darstellt und Schutz- oder Abhilfemaßnahmen nur eingeschränkt geprüft werden können.
Durch die Auswertung der gemeldeten Fälle entwickeln wir präventive Maßnahmen zur Reduzierung von Diskriminierung in unserem Landkreis. Mit Ihren Informationen können wir spezifische Probleme identifizieren und Lösungen erarbeiten.
Ihre Stimme ist wichtig für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft in unserem Landkreis. #GleicheChancen #Gleichstellung #GesellschaftOhneDiskriminierung.
Rufnummern für Hilfen bei Gewalt und häuslicher Gewalt
Vertrauliche Spurensicherung – "Pro Beweis"
Das Angebot ermöglicht Betroffenen von Gewalt, Beweise vertraulich und unabhängig sichern zu lassen, ohne eine sofortige Anzeige erstatten zu müssen. So bleiben rechtliche Optionen offen und die Betroffenen können in Ruhe über weitere Schritte entscheiden
Schlüsselinformationen:
Ohne Polizeibeteiligung und Anzeige:
- Eine Spurensicherung ist möglich, ohne die Polizei hinzuzuziehen oder eine Anzeige zu erstatten.
- Die ärztliche Schweigepflicht gewährleistet Vertraulichkeit.
- Eine Weitergabe von Informationen erfolgt nur mit ausdrücklichem Einverständnis der Betroffenen.
Warum ist das wichtig?
Viele Betroffene von Vergewaltigung oder sexueller Gewalt:
- Scheuen sich direkt nach der Tat vor einer Anzeige.
- Haben Schwierigkeiten, sich unmittelbar für einen Gang zur Polizei zu entscheiden.
Bedeutung für spätere Verfahren:
- Eine zeitnahe, fachkundige Dokumentation von Befunden und Spuren kann für ein späteres Gerichtsverfahren entscheidend sein.
Angebot im Landkreis Goslar:
Asklepios Harzklinik Goslar
Kösliner Str. 12, 38642 Goslar
Weitere Infos: www.asklepios.com und www.probeweis.de
Telefon:
Asklepios: 05321 440
Pro Beweis: Frauenheilkunde 05321 44-1371; Unfallchirurgie 05321 44-1321
Rufnummern bei häuslicher Gewalt – im Landkreis Goslar:
BISS - Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt im Landkreis Goslar
Kontakt bei der AWO: Bäringerstr. 24/25, 38640 Goslar
Telefon: 05321 313931 oder 0162 4997113
E-Mail: biss@awo-region-harz.de
Internet: AWO-Kreisverband Region Harz e. V. - BISS
Die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt im Landkreis Goslar (BISS) bietet Ihnen folgende Hilfen an: telefonische und persönliche Beratungsgespräche, Hilfe in akuten Krisen, individuelle Sicherheitsplanung, Antragsstellung nach dem Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen (GewSchG) sowie Begleitung des Antragsverfahrens, Vermittlung an weitere Einrichtungen, Begleitung zu Anwältinnen und Anwälten, zur Polizei und zum Gericht und vieles mehr.
Frauenhaus Goslar
Die erste Kontaktaufnahme erfolgt telefonisch. Erreichbar im Notfall zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Telefon: 05321 / 30 61 32
Das Frauenhaus Goslar ist eine Zufluchtsstätte für alle Frauen mit und ohne Kinder, die von seelischer und/oder körperlicher Gewalt bedroht oder betroffen sind. Sie sind vor weiterer Bedrohung sicher und erfahren Unterstützung in der Aufarbeitung Ihres Erlebten. Zu den Unterstützungsangeboten gehören unter anderm: Beratung, Begleitung bei Behördengängen, Beschaffung von Privateigentum aus der ehemaligen Wohnung und vieles mehr.
Jugendamt Landkreis Goslar
Klubgartenstraße 11, 38640 Goslar
Telefon. 05321 76-222
Internet: Fachdienst Sozialpädagogische Dienste / Landkreis Goslar
Das Jugendamt unterstützt Kinder, Jugendliche und ihre Familien.
Sozialpsychiatrischer Dienst Landkreis Goslar
Klubgartenstraße 10, 38640 Goslar
Telefon: 05321 3113171
Internet: Fachgruppe Sozialpsychiatrischer Dienst / Landkreis Goslar
Der Sozialpsychiatrischer Dienst bietet in schwierigen Lebenssituationen seine Unterstützung an: Menschen mit seelischen und psychischen Erkrankungen erhalten hier Beratung und Hilfe. Auch bei Suchterkrankungen und -problemen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die richtigen Ansprechpersonen. Dies gilt nicht nur für die Betroffenen selbst, Angehörige und Kontaktpersonen können die Hilfsangebote genauso in Anspruch nehmen.
WEISSER RING e. V.
Telefon: 05326 3069
E-Mail: goslar@mail.weisser-ring.de
Internet: WEISSER RING e.V. Goslar
Außenstelle Goslar – lokaler Ansprechpartner in Sachen Kriminalitätsprävention und Opferhilfe. Außenstellenleitung: Günter Koschig
Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
Opferhilfebüro Braunschweig, Münzstraße 17, 38100 Braunschweig
Telefon: 0531 488-1071, 0531 488-1072, 0531 488-1073
Internet: Stiftung Opferhilfe Niedersachsen - Braunschweig
Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen bietet Beratung und Begleitung für Opfer von Straftaten sowie für deren Angehörigen an.
Rufnummern für spezielle Hilfen – bundesweit
Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Telefon: 116 016
Internet: Das Hilfetelefon
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet Beratung für Frauen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind – unabhängig von sozialer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder Identität. Auch Angehörige, Freunde, Bekannte sowie Fachkräfte können sich jederzeit an das Hilfetelefon wenden, um Unterstützung oder Hinweise zum Umgang mit Gewaltbetroffenen zu erhalten.
Das Hilfetelefon Gewalt an Männern
Telefon: 0800 1239900
Internet: Hilfetelefon Gewalt an Männern
Das Hilfetelefon Gewalt an Männern berät bei allen Formen von Gewalterfahrung, wie häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt, Gewalt im öffentlichen Raum, Mobbing, Stalking/Cyberstalking, Zwangsheirat, Gewalt mit Diskriminierungsbezug oder Misshandlungen in der Kindheit.
Nummer gegen Kummer: Beratung für Kinder und Jugendliche
Telefon: 116 111
Internet: NummergegenKummer
Beratung egal, um was es geht telefonisch, per Mail und per Chat.
Hilfetelefon – Schwangere in Not
Telefon: 0800 4040020
Internet: Hilfetelefon Schwangere in Not
Schwangere, ihr direktes Umfeld und auch Fachkräfte können sich vor und nach der Geburt rund um die Uhr an die Beraterinnen wenden, die passende Hilfsangebote kennen. Die Beraterinnen unterstützen Sie unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Glaube, sexueller Orientierung und sexueller Identität.
Telefonseelsorge
Telefon: 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123
Internet: TelefonSeelsorge
Die TelefonSeelsorge berät in Krisen oder einer schwierigen Lebenssituation: ob Trauer, Angst oder Einsamkeit, ob Jobverlust, Ehekrise oder Erziehungsprobleme.
Harzwärts – Fella-Circle im Landkreis Goslar
Frauen. Macht. Harz.
Hier begegnen sich Frauen, die einander wirklich wahrnehmen - die zuhören, ermutigen und mit ihren Geschichten, ihrem Wissen und ihrer Energie einander mitnehmen. Wo aus ersten Gesprächen gemeinsame Wege werden, aus Bekanntschaften Freundschaften und aus dem Harz eine Region, die voller Chancen steckt, weil wir sie gemeinsam gestalten.
Hier entsteht etwas Eigenes - mal leise, mal mit voller Energie, aber immer mit dem Gefühl: Hier bin ich richtig. Ein Ort, an dem Frauen sich gegenseitig Mut machen, neue Perspektiven schenken und Raum geben, um zu wachsen.
Ganz natürlich. Mit Herz. Und immer im Miteinander.
Unser Start
Es begann mit einer Idee und 14 mutigen Frauen im Oktober 2024: Der Fella Circle im Landkreis Goslar, initiiert von Gleichstellungsbeauftragter Kathrin Falkner und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend (BMFSFJ), sollte mehr sein als ein klassisches Netzwerk. Sechs Monate lang trafen sich Gründerinnen, Unternehmerinnen und Gründungsinteressierte – online und in Präsenz, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam an der Zukunft der Region zu arbeiten. Mit Themen wie Design Thinking und agilem Leadership ging es nicht nur um Wissen, sondern um konkretes Handeln.
Warum das wichtig ist: Frauen halten die Region lebendig
Ländliche Gebiete kämpfen oft mit Abwanderung – besonders von hochqualifizierten Frauen. Doch wo Frauen berufliche Perspektiven, Sichtbarkeit und Unterstützung finden, bleiben sie – und mit ihnen ihre Familien, ihr Wissen und ihre Ideen. Das stärkt die Wirtschaft, bringt Innovation und schafft echte Heimat.
Die geförderte Phase ist vorbei – der Circle bleibt
Anfang April 2025 endete offiziell die Projektphase. Doch statt eines Schlusspunkts steht jetzt ein Aufbruch: Der Fella Circle geht in die nächste Runde – selbstorganisiert, mit klarer Vision und noch mehr Tatendrang.
Ein riesiges Dankeschön an alle Teilnehmerinnen, die mit ihrer Offenheit, ihrem Wissen und ihrer Energie diesen Circle geprägt haben. Und an unsere Coachinnen Verena Bauer und Simone Brommer, die uns mit Expertise, Klarheit und Herz begleitet haben.
Jetzt sind wir dran: Wir gestalten weiter – Unser Ziel ist es, frauengeführte Unternehmen im Landkreis Goslar nicht nur zu vernetzen, sondern sichtbar und unverwechselbar zu machen.
Ihre Ansprechperson für Fella ist Kathrin Falkner.
Skulptur "Denk - mal Starke Frau"
Symbol für Frauen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
In der Bildenden Kunst ist Realität, was sich häufig in der Gesellschaft widerspiegelt: bemerkenswerte Frauen sind weniger präsent. Gerade im öffentlichen Raum ist festzustellen, dass Würdigungen der Leistungen von Frauen kaum vorkommen sind.
Ziel war es, bemerkenswerte Frauenpersönlichkeiten künstlerisch nachhaltig sichtbar zu machen, die sich um das Leben in unserer Region in hervorragender Weise verdient gemacht haben - stellvertretend für viele. Die Skulptur "Denk-mal Starke Frau", die symbolhaft für Frauen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen soll, wurde der Stadt Goslar als Schenkung übergeben, auch verbunden mit der Hoffnung, Impulse in Richtung einer geschlechtersensiblen Kunstlandschaft zu geben.
Die Bildhauerin Eike Geertz, St. Andreasberg, Preisträgerin des internationalen Kunstpreises Nationalpark Harz „Natur-Mensch“, hat sich wiederholt mit dem Thema in ihren Arbeiten auseinandergesetzt und im Rahmen der Vernetzung von Frauen im Kreisgebiet wesentliche Impulse gegeben.
Sie finden die Skluptur im Romanischen Garten im Kloster Neuwerk in der Rosentorstraße 19, 38640 Goslar.
Istanbul-Konvention - Darum ist sie so wichtig...
„Die Verwirklichung der rechtlichen und der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein wesentliches Element der Verhütung von Gewalt gegen Frauen.“
Die Istanbul-Konvention (IK) ist ein Meilenstein für Gewaltschutz und Gleichstellung. In 81 Artikeln und 387 Anmerkungen nimmt sie die ganz großen Ziele in den Blick. Mehr Infos hier:
Seit 2018 ist IK in Deutschland in Kraft getreten
Geschlechtsspezifische Gewalt, Gewalt gegen Frauen und Mädchen, ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung. Dieses Abkommen wurde 2011 vom Europarat beschlossen und trat in Deutschland am 1. Februar 2018 in Kraft. Das Übereinkommen ist ein völkerrechtlich bindendes Instrument, dass umfassende und koordinierte Maßnahmen zur Prävention, Schutz und Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Häusliche Gewalt sowie deren Strafverfolgung umsetzen soll.
Eine hohe Qualität von hilfreichen und gut zugänglichen Versorgungsstrukturen ist rechtlich verpflichtend geworden: Die IK enthält konkrete Verpflichtungen zu einer bedarfsdeckenden, wohnortnahen, allgemein zugänglichen und angemessenen Infrastruktur, um Gewaltschutz und Unterstützung zu garantieren. Zum anderen soll die Veränderung von Ungleichheitsstrukturen durch Präventionsmaßnahmen, den Abbau von Diskriminierungen von Frauen, die Verbesserung in der Strafverfolgung und koordinierte Maßnahmen und Forschung erreicht werden.
Nach dem Beschluss des Landtages Niedersachsens vom 19.12.2019 sollen Schutz- und Beratungsangebote für gewaltbetroffene Frauen ausgebaut werden, ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Schutzeinrichtung geschaffen, sowie durch Prävention Gewalt verhindert werden. Die Unterstützungsstrukturen sollen im Sinne der Vorgaben der Istanbul-Konvention in Zusammenarbeit mit den Kommunen stetig weiterentwickelt werden. Mehr Infos hier:
Das Thema ist hoch aktuell. Dies zeigt auch die jährlich veröffentlichte polizeiliche Statistik aus dem Jahr 2019. "Jeden dritten Tag tötet ein Mann in Deutschland seine (Ex-)Partnerin. Jeden Tag versucht es einer." Diese Zahl zeigt die erschreckende Realität auf, denen Frauen und Mädchen in Deutschland ausgesetzt sind.
Hilfe bei der Problematik zunehmender häuslicher Gewalt soll die Istanbul-Konvention schaffen. Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, so der volle Titel der völkerrechtlich bindenden Menschenrechtskonvention, wurde bereits 2011 auf europäischer Ebene beschlossen.
Weitere Informationen zur Istanbul Konvention erhalten Sie hier:
- Istanbul-Konvention
- „Die Bedeutung der Istanbul-Konvention für die Soziale Arbeit“ von der Professorin Ariane Brenssell, Ostfalia Hochschule 2019
- Handreichung des Deutschen Städtetages zur Umsetzung der Istanbul-Konvention für die kommunale Praxis
- Landesaktionsplan III (Niedersachsen) zur Bekämpfung häuslicher Gewalt
- Handbuch für Parlamentarier zur Umsetzung der Istanbul-Konvention
- GREVIO Erster Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland 2020
- Handreichung Istanbul-Konvention kommunlae Praxis
Hilfe bei Häuslicher Gewalt
Wer selbst von häuslicher Gewalt betroffen ist, wendet sich bitte an:
- BISS (Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt im Landkreis Goslar) Telefon: 05321/ 31 39 31, Mobil: 0162/ 49 97 11 3, E-Mail: Biss@awo-region-harz.de.
- Goslarer Frauenhaus e.V., Telefon: 0532/ 30 61 32, E-Mail: kontakt@frauenhaus-goslar.de.
Beratung, Information und Vernetzung - Gemeinsam finden wir Lösungen, Ideen und Hilfe
Egal, welche Fragen, Ideen, Sorgen oder Anregungen Ihnen auch immer rund um das Thema Gleichstellung durch den Kopf gehen: Sprechen Sie uns an.
Als Gleichstellungsbeauftragte:
- beraten wir rund um das Thema Gleichstellung innerhalb und außerhalb der Verwaltung
- gehen wir Beschwerden von Menschen nach, die sich aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt oder diskriminiert fühlen
- bieten wir eine persönliche und vertrauliche Einzelfallhilfe an, zum Beispiel zu den Themen häusliche Gewalt oder sexuelle Belästigung
- informieren wir zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Pflege oder Ehrenamt
- helfen wir bei der Suche nach Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die unterschiedlichsten Lebenslagen und Lebensphasen oder nach anderen Angeboten für Mädchen und Frauen, Jungen und Männer
- freuen wir uns über Ideen von interessierten Personen, Vereinen, Organisationen oder Institutionen zum Thema Gleichstellung und initiieren Projekte
- informieren wir über Frauengruppen und Initiativen, organisieren Veranstaltungen zur Geschlechtergerechtigkeit
- engagieren wir uns dafür, dass mehr Frauen in Führung und in der Politik vertreten sind
- sind wir Netzwerkerinnen, auch auf Landes-/Bundesebene und regen gegebenenfalls Gesetzesänderungen an.
Mehr Informationen finden Sie im Flyer Die kommunale Gleichstellungsbeauftrage in Niedersachsen.
Hier finden Sie eine Übersicht der haupt- und ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Goslar.
Auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der ratsuchenden Person können sich an uns wenden. Alle, die die betroffenenden Person unterstützen möchten, ob Familienangehörige, Freunde, Kolleginnen oder Kollegen können mit uns in Kontakt treten. Wir beraten persönlich und vertraulich.
Worte helfen Frauen - Übersetzungsleistungen für Frauen in Not
„Worte helfen Frauen“ – das Projekt vom niedersächsischen Sozialministerium finanziert die Übersetzungskosten für Beratungsgespräche von geflüchteten Frauen und Mädchen in Not. Es richtet sich an geflüchtete Frauen und Migrantinnen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen zu den Themen: Gewalt, Schwangerschaft, Sexualität, Verhütung, Prostitution und Menschenhandel.
Bei uns im Landkreis Goslar sind das folgende Einrichtungen:
- Frauenhaus Goslar
- AWO Kreisverband Region Harz e. V.
- profamilia
- und die Gleichstellungsbeauftragten.
Alle Informationen auf einem Blick erhalten Sie hier in den Flyern:
FRAG - Frauenarbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar
Demokratie lebt vom Mitmachen
Lassen Sie uns gemeinsam auf eine chancengleiche, gleichberechtigte und gewaltfreie Gesellschaft hinwirken. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig in unserem Tun unterstützen, austauschen und informieren. Ein Engagement in der FRAG ist nicht nur für Andere gut, sondern es bringt Sie auch persönlich weiter. Sie haben die Chance, das Leben vor Ort aktiv mitzugestalten! Wie Sie sich in der FRAG einbringen können und wollen, hängt ganz von Ihnen selbst und Ihren zeitlichen Möglichkeiten ab. Sie sind herzlich eingeladen und ganz wichtig: es soll Spaß machen! Mit der beigefügten FRAG-Beitrittserklärung kann man der FRAG beitreten, mitarbeiten und mitgestalten.
Wer wir sind
In der Frauen-Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar arbeiten Vertreterinnen frauenrelevanter Gruppen, Organisationen und Institutionen sowie einzelne, interessierte Frauen zusammen. Die FRAG wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, eine Stelle der Frauenbeauftragten im Landkreis Goslar einzufordern. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises hat die Funktion der Geschäftsführung der FRAG inne.
Was wir wollen
Ziele der FRAG sind:
- Die gesellschaftliche Situation der Frauen im Landkreis Goslar sichtbar zu machen, zu verbessern und Benachteiligungen abzubauen.
- Die Gleichberechtigung der Frauen zu verwirklichen und ihre Stellung in der Gesellschaft zu stärken.
Um diese Ziele zu erreichen, ist der inhaltliche Austausch, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und die gegenseitige Information und Unterstützung notwendig.
Wichtig ist dabei, die Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten im Kreisgebiet und politisch aktiven Frauen.
Grundlagen der Zusammenarbeit
Die Frauen-Arbeitsgemeinschaft:
- arbeitet überkonfessionell und ohne parteipolitische Bindung.
- dient als Forum zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung.
- tritt ein für Themen und Projekte, die frauen- und mädchenrelevant sind
- führt öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen durch
- unterstützt die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten.
Für Nachfragen oder Interesse steht Kathrin Falkner zur Verfügung.