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Gleichstellungsbeauftragte

Stark für Geschlechtergerechtigkeit und eine moderne Gleichstellungsarbeit

Bereits im Jahr 1987 hat der Landkreis Goslar als Vorreiter in Niedersachsen die erste Frauenbeauftragte bestellt. Seitdem hat die Gleichstellung der Geschlechter einen hohen Stellenwert in unserem Landkreis.

Trotz des gewachsenen Bewusstseins für Ungleichheiten sind wir uns bewusst, dass Frauen noch immer nicht die gleichen Chancen in allen Lebensbereichen haben. Dies sehen wir als eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe an, der wir uns mit vollem Einsatz widmen.

Unser Ziel ist es, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Landkreis Goslar zu erreichen. Die Gleichstellungsstelle setzt sich dafür ein, dass die unterschiedlichen Perspektiven und Lebensrealitäten von Frauen und Männern in Entscheidungen des Landkreises berücksichtigt werden.

Wir laden Sie herzlich ein, sich auf unserer Website umzusehen und mehr über unsere Arbeit und unsere Projekte zu erfahren. Gemeinsam können wir einen Beitrag zur Gleichstellung leisten und die Chancengleichheit für alle Menschen im Landkreis verbessern. Die Gleichstellungsstelle stellt sich invor

Die aktuellen Veranstaltungen der Gleichstellungsstelle sowie die schon geplanten Veranstaltungen für 2025 sind im Veranstaltungskalender des Landkreis Goslars zu finden. 

Einen Einblick in die Arbeit der Gleichstellungsstelle zeigt unser Video auf YouTube “Gleichstellung ist kein Selbstläufer - aber wer bringt sie voran?" und in der Mediathek.

Veranstaltungen und Interessantes

  • FRAG-Sitzungen (Frauenarbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar) die Termine finden alle im Kreishaus, Klubgartenstraße 6, 38640 Goslar statt. 
    • Dienstag, den 13. Januar 2026, 14:00 Uhr -16:00 Uhr, Raum 0103
    • Dienstag, den 24. Februar 2026, 10:00 Uhr -12:00 Uhr, Raum 0102
    • Dienstag, den 07. April 2026, 10:00 Uhr -12:00 Uhr, Raum 0102
    • Dienstag, den 26. Mai 2026, 10:00 Uhr -12:00 Uhr, Raum 0102

Diskriminierung melden

Haben Sie Diskriminierung oder Benachteiligung aufgrund des Geschlechts, sexualisierte oder häusliche Gewalt, Sexismus oder andere Formen von Geschlechterdiskriminierung erlebt oder beobachtet? Melden Sie es unserer Gleichstellungsbeauftragten.

Melden Sie den Vorfall gerne anonym oder mit Ihren Kontaktdaten. Sie finden unseren Diskriminierungsmelder hier. So können wir den Zwischenfall aufnehmen und auf Wunsch weitere Schritte besprechen. Auch wenn Sie keine direkte Unterstützung wünschen, ist Ihre Meldung wichtig.

Bitte beachten Sie, dass eine anonyme Meldung keine offizielle Beschwerde darstellt und Schutz- oder Abhilfemaßnahmen nur eingeschränkt geprüft werden können.

Durch die Auswertung der gemeldeten Fälle entwickeln wir präventive Maßnahmen zur Reduzierung von Diskriminierung in unserem Landkreis. Mit Ihren Informationen können wir spezifische Probleme identifizieren und Lösungen erarbeiten.

Ihre Stimme ist wichtig für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft in unserem Landkreis. #GleicheChancen #Gleichstellung #GesellschaftOhneDiskriminierung.

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Rufnummern für Hilfen bei Gewalt und häuslicher Gewalt

Weiterführende Informationen sind unter Rufnummern für Hilfen bei Gewalt und häuslicher Gewalt zu finden.

Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung

Dieses Dokument informiert über die Strafbarkeit von weiblicher Genitalverstümmelung. Er dient dem Schutz bedrohter Mädchen und ihrer Familien vor weiblicher Genitalverstümmelung in den Herkunftsländern während der Ferienzeit.

Der Schutzbrief:

  • gilt auch bei einer Durchführung im Ausland
  • kann im Reisepass mitgeführt werden
  • hilft Familien, sich dem gesellschaftlichen und familiären Druck in den Herkunftsländern entgegen zu stellen
  • dient zur allgemeinen Aufklärung.

Der Schutzbrief liegt bei den Informationsmaterialien der Gleichstellungsbeauftragten im Kreishaus in der Klubgartenstraße 6 in 38640 Goslar aus.

Den Schutzbrief gibt es in folgenden Sprachen

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Harzwärts – Fella-Circle im Landkreis Goslar

Frauen. Macht. Harz.

Hier begegnen sich Frauen, die einander wirklich wahrnehmen - die zuhören, ermutigen und mit ihren Geschichten, ihrem Wissen und ihrer Energie einander mitnehmen. Wo aus ersten Gesprächen gemeinsame Wege werden, aus Bekanntschaften Freundschaften und aus dem Harz eine Region, die voller Chancen steckt, weil wir sie gemeinsam gestalten.

Hier entsteht etwas Eigenes - mal leise, mal mit voller Energie, aber immer mit dem Gefühl: Hier bin ich richtig. Ein Ort, an dem Frauen sich gegenseitig Mut machen, neue Perspektiven schenken und Raum geben, um zu wachsen.

Ganz natürlich. Mit Herz. Und immer im Miteinander.

Unser Start

Es begann mit einer Idee und 14 mutigen Frauen im Oktober 2024: Der Fella Circle im Landkreis Goslar, initiiert von Gleichstellungsbeauftragter Kathrin Falkner und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend (BMFSFJ), sollte mehr sein als ein klassisches Netzwerk. Sechs Monate lang trafen sich Gründerinnen, Unternehmerinnen und Gründungsinteressierte – online und in Präsenz, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam an der Zukunft der Region zu arbeiten. Mit Themen wie Design Thinking und agilem Leadership ging es nicht nur um Wissen, sondern um konkretes Handeln.

Warum das wichtig ist: Frauen halten die Region lebendig

Ländliche Gebiete kämpfen oft mit Abwanderung – besonders von hochqualifizierten Frauen. Doch wo Frauen berufliche Perspektiven, Sichtbarkeit und Unterstützung finden, bleiben sie – und mit ihnen ihre Familien, ihr Wissen und ihre Ideen. Das stärkt die Wirtschaft, bringt Innovation und schafft echte Heimat.

Die geförderte Phase ist vorbei – der Circle bleibt

Anfang April 2025 endete offiziell die Projektphase. Doch statt eines Schlusspunkts steht jetzt ein Aufbruch: Der Fella Circle geht in die nächste Runde – selbstorganisiert, mit klarer Vision und noch mehr Tatendrang.

Ein riesiges Dankeschön an alle Teilnehmerinnen, die mit ihrer Offenheit, ihrem Wissen und ihrer Energie diesen Circle geprägt haben. Und an unsere Coachinnen Verena Bauer und Simone Brommer, die uns mit Expertise, Klarheit und Herz begleitet haben.

Jetzt sind wir dran: Wir gestalten weiter – Unser Ziel ist es, frauengeführte Unternehmen im Landkreis Goslar nicht nur zu vernetzen, sondern sichtbar und unverwechselbar zu machen. 

Ihre Ansprechperson für Fella ist Kathrin Falkner.

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Skulptur "Denk - mal Starke Frau"

Symbol für Frauen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

In der Bildenden Kunst ist Realität, was sich häufig in der Gesellschaft widerspiegelt: bemerkenswerte Frauen sind weniger präsent. Gerade im öffentlichen Raum ist festzustellen, dass Würdigungen der Leistungen von Frauen kaum vorkommen sind.

Ziel war es, bemerkenswerte Frauenpersönlichkeiten künstlerisch nachhaltig sichtbar zu machen, die sich um das Leben in unserer Region in hervorragender Weise verdient gemacht haben - stellvertretend für viele. Die Skulptur "Denk-mal Starke Frau", die symbolhaft für Frauen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen soll, wurde der Stadt Goslar als Schenkung übergeben, auch verbunden mit der Hoffnung, Impulse in Richtung einer geschlechtersensiblen Kunstlandschaft zu geben.

Die Bildhauerin Eike Geertz, St. Andreasberg, Preisträgerin des internationalen Kunstpreises Nationalpark Harz „Natur-Mensch“, hat sich wiederholt mit dem Thema in ihren Arbeiten auseinandergesetzt und im Rahmen der Vernetzung von Frauen im Kreisgebiet wesentliche Impulse gegeben.

Sie finden die Skluptur im Romanischen Garten im Kloster Neuwerk in der Rosentorstraße 19, 38640 Goslar.

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Istanbul-Konvention - Darum ist sie so wichtig...

„Die Verwirklichung der rechtlichen und der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein wesentliches Element der Verhütung von Gewalt gegen Frauen.“

Die Istanbul-Konvention (IK) ist ein Meilenstein für Gewaltschutz und Gleichstellung. In 81 Artikeln und 387 Anmerkungen nimmt sie die ganz großen Ziele in den Blick. Mehr Infos hier:

Seit 2018 ist IK in Deutschland in Kraft getreten

Geschlechtsspezifische Gewalt, Gewalt gegen Frauen und Mädchen, ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung. Dieses Abkommen wurde 2011 vom Europarat beschlossen und trat in Deutschland am 1. Februar 2018 in Kraft. Das Übereinkommen ist ein völkerrechtlich bindendes Instrument, dass umfassende und koordinierte Maßnahmen zur Prävention, Schutz und Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Häusliche Gewalt sowie deren Strafverfolgung umsetzen soll.

Eine hohe Qualität von hilfreichen und gut zugänglichen Versorgungsstrukturen ist rechtlich verpflichtend geworden: Die IK enthält konkrete Verpflichtungen zu einer bedarfsdeckenden, wohnortnahen, allgemein zugänglichen und angemessenen Infrastruktur, um Gewaltschutz und Unterstützung zu garantieren. Zum anderen soll die Veränderung von Ungleichheitsstrukturen durch Präventionsmaßnahmen, den Abbau von Diskriminierungen von Frauen, die Verbesserung in der Strafverfolgung und koordinierte Maßnahmen und Forschung erreicht werden.

Nach dem Beschluss des Landtages Niedersachsens vom 19.12.2019 sollen Schutz- und Beratungsangebote für gewaltbetroffene Frauen ausgebaut werden, ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Schutzeinrichtung geschaffen, sowie durch Prävention Gewalt verhindert werden. Die Unterstützungsstrukturen sollen im Sinne der Vorgaben der Istanbul-Konvention in Zusammenarbeit mit den Kommunen stetig weiterentwickelt werden. Mehr Infos hier:

Das Thema ist hoch aktuell. Dies zeigt auch die jährlich veröffentlichte polizeiliche Statistik aus dem Jahr 2019. "Jeden dritten Tag tötet ein Mann in Deutschland seine (Ex-)Partnerin. Jeden Tag versucht es einer." Diese Zahl zeigt die erschreckende Realität auf, denen Frauen und Mädchen in Deutschland ausgesetzt sind.

Hilfe bei der Problematik zunehmender häuslicher Gewalt soll die Istanbul-Konvention schaffen. Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, so der volle Titel der völkerrechtlich bindenden Menschenrechtskonvention, wurde bereits 2011 auf europäischer Ebene beschlossen.

Weitere Informationen zur Istanbul Konvention erhalten Sie hier:

Hilfe bei Häuslicher Gewalt

Wer selbst von häuslicher Gewalt betroffen ist, wendet sich bitte an:

  • BISS (Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt im Landkreis Goslar) Telefon: 05321/ 31 39 31, Mobil: 0162/ 49 97 11 3, E-Mail: Biss@awo-region-harz.de.
  • Goslarer Frauenhaus e.V., Telefon: 0532/ 30 61 32, E-Mail: kontakt@frauenhaus-goslar.de.

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Beratung, Information und Vernetzung - Gemeinsam finden für Lösungen, Ideen und Hilfe

Egal, welche Fragen, Ideen, Sorgen oder Anregungen Ihnen auch immer rund um das Thema Gleichstellung durch den Kopf gehen: Sprechen Sie uns an.

Als Gleichstellungsbeauftragte:

  • beraten wir rund um das Thema Gleichstellung innerhalb und außerhalb der Verwaltung
  • gehen wir Beschwerden von Menschen nach, die sich aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt oder diskriminiert fühlen
  • bieten wir eine persönliche und vertrauliche Einzelfallhilfe an, zum Beispiel zu den Themen häusliche Gewalt oder sexuelle Belästigung
  • informieren wir zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Pflege oder Ehrenamt
  • helfen wir bei der Suche nach Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die unterschiedlichsten Lebenslagen und Lebensphasen oder nach anderen Angeboten für Mädchen und Frauen, Jungen und Männer
  • freuen wir uns über Ideen von interessierten Personen, Vereinen, Organisationen oder Institutionen zum Thema Gleichstellung und initiieren Projekte
  • informieren wir über Frauengruppen und Initiativen, organisieren Veranstaltungen zur Geschlechtergerechtigkeit
  • engagieren wir uns dafür, dass mehr Frauen in Führung und in der Politik vertreten sind
  • sind wir Netzwerkerinnen, auch auf Landes-/Bundesebene und regen gegebenenfalls Gesetzesänderungen an.

Mehr Informationen finden Sie im Flyer Die kommunale Gleichstellungsbeauftrage in Niedersachsen.

Hier finden Sie eine Übersicht der haupt- und ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Goslar

Auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der ratsuchenden Person können sich an uns wenden. Alle, die die betroffenenden Person unterstützen möchten, ob Familienangehörige, Freunde, Kolleginnen oder Kollegen können mit uns in Kontakt treten. Wir beraten persönlich und vertraulich.

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Worte helfen Frauen - Übersetzungsleistungen für Frauen in Not

„Worte helfen Frauen“ – das Projekt vom niedersächsischen Sozialministerium finanziert die Übersetzungskosten für Beratungsgespräche von geflüchteten Frauen und Mädchen in Not. Es richtet sich an geflüchtete Frauen und Migrantinnen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen zu den Themen: Gewalt, Schwangerschaft, Sexualität, Verhütung, Prostitution und Menschenhandel.

Bei uns im Landkreis Goslar sind das folgende Einrichtungen:

Alle Informationen auf einem Blick erhalten Sie hier in den Flyern:

FRAG - Frauenarbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar

Demokratie lebt vom Mitmachen

Lassen Sie uns gemeinsam auf eine chancengleiche, gleichberechtigte und gewaltfreie Gesellschaft hinwirken. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig in unserem Tun unterstützen, austauschen und informieren. Ein Engagement in der FRAG ist nicht nur für Andere gut, sondern es bringt Sie auch persönlich weiter. Sie haben die Chance, das Leben vor Ort aktiv mitzugestalten! Wie Sie sich in der FRAG einbringen können und wollen, hängt ganz von Ihnen selbst und Ihren zeitlichen Möglichkeiten ab. Sie sind herzlich eingeladen und ganz wichtig: es soll Spaß machen! Mit der beigefügten FRAG-Beitrittserklärung kann man der FRAG beitreten, mitarbeiten und mitgestalten. 

Wer wir sind

In der Frauen-Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar arbeiten Vertreterinnen frauenrelevanter Gruppen, Organisationen und Institutionen sowie einzelne, interessierte Frauen zusammen. Die FRAG wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, eine Stelle der Frauenbeauftragten im Landkreis Goslar einzufordern. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises hat die Funktion der Geschäftsführung der FRAG inne.

Was wir wollen

Ziele der FRAG sind:

  • Die gesellschaftliche Situation der Frauen im Landkreis Goslar sichtbar zu machen, zu verbessern und Benachteiligungen abzubauen.
  • Die Gleichberechtigung der Frauen zu verwirklichen und ihre Stellung in der Gesellschaft zu stärken.

Um diese Ziele zu erreichen, ist der inhaltliche Austausch, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und die gegenseitige Information und Unterstützung notwendig.

Wichtig ist dabei, die Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten im Kreisgebiet und politisch aktiven Frauen.

Grundlagen der Zusammenarbeit

Die Frauen-Arbeitsgemeinschaft:

  • arbeitet überkonfessionell und ohne parteipolitische Bindung.
  • dient als Forum zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung.
  • tritt ein für Themen und Projekte, die frauen- und mädchenrelevant sind
  • führt öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen durch
  • unterstützt die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten.

Für Nachfragen oder Interesse steht Kathrin Falkner zur Verfügung.

Sitzungstermine 2025 der FRAG

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