Landkreise Trebnitz und Goslar wollen Zusammenarbeit verstärken und verstetigen
Delegation aus Goslar reiste für Kurzbesuch in seinen polnischen Partnerlandkreis
Einen knapp dreitägigen Kurzbesuch stattete in der vergangenen Woche Goslars Erster Kreisrat dem polnischen Partnerlandkreis Trzebnica (Trebnitz) ab. Begleitet wurde Dreßler von einer siebenköpfigen Delegation, die neben Vertretern aus der Verwaltung auch mit Köpfen aus der heimischen Wirtschaft besetzt war. So reisten Kreishandwerksmeister Bernhard Olbrich und der Goslarer Unternehmer Tristan Niewisch mit nach Polen.
Vor Ort erlebte die Delegation aus Goslar nicht nur eine ausgesprochen charmante Gastfreundschaft, sondern auch ein abwechslungsreiches Programm. Neben dem Besuch eines Pflegeheims und des kommunalen Krankenhauses - das eine besondere Expertise in der Transplantationsmedizin und der Rehabilitation vorweisen kann – stand die Besichtigung der Basilika Sankt Hedwig in Trebnitz sowie der Austausch mit einem aufstrebenden Hersteller von Wintergärten aus Aluminium auf dem Reiseplan.
Kreishandwerksmeister Bernhard Olbrich bot sich gleich mehrfach die Möglichkeit mit dem stellvertretenden Präsidenten der Niederschlesischen Handwerkskammer Slawomir Zarentowicz ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden mögliche Kooperationsansätze für die Zukunft ausgelotet.
Ohnehin stand der Besuch der Goslarer Delegation unter dem klaren Anspruch, die Zusammenarbeit der beiden Landkreise in Zukunft wieder deutlich zu intensivieren und zu verstetigen. Dies brachte Erster Kreisrat Frank Dreßler auch beim gemeinsamen Abendessen im Schloss Brzeźno zum Ausdruck. In seiner Rede unterstrich er mehrfach, dass die deutsch-polnische Freundschaft ein wichtiges Gut ist, „und wir die Zusammenarbeit und den Austausch unter dem Dach der seit 26 Jahren währenden Partnerschaft fortsetzen und vertiefen sollten.“ Dabei betonte Dreßler auch, dass beide Länder gut beraten sind, sich unter dem Dach der Europäischen Union mit allen Mitgliedsländern unterzuhaken, um den Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam begegnen zu können.
Als Gastgeschenk und Zeichen der Verbundenheit überreichte Frank Dreßler der Trebnitzer Landrätin Malgorzata Matusiak ein Erzgestein aus dem UNESCO-Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg.
Der Besuch einer Delegation aus Trebnitz im kommenden Jahr ist bereits beschlossene Sache. Bis dahin sollen die neu gefassten Ansätze der Kooperation ins Rollen kommen. Möglich sind in diesem Zusammenhang auch gezielte fachliche Austausche und Besuche.
Als einen Höhepunkt der dreitägigen Reise werteten die Teilnehmer auch den Besuch eines örtlichen Weingutes. Der dort produzierte Wein kann inzwischen durchaus mit etablierten Tropfen aus Westeuropa in Konkurrenz treten. Insgesamt präsentierte sich der Landkreis Trebnitz als sehr modern und zukunftsgewandt. Eine Entwicklung, die den Gästen aus Goslar imponierte.