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Klimaschutz

Für ein gutes Leben 

„Jeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten!“

Die Art wie wir wohnen, uns ernähren, konsumieren und welche Fortbewegungsmittel wir nutzen, hat einen Einfluss darauf, wie viel Energie und Ressourcen wir täglich verbrauchen und somit auch, wie viele Treibhausgasemisionen wir ausstoßen. In Deutschland liegen wir laut Umweltbundesamt im Durchschnitt bei 11,2 Tonnen CO2e pro Kopf pro Jahr (2021). Damit emittieren wir pro Person jährlich mehr als doppelt soviel wie der globale Durchschnitt von 5 Tonnen.  Berechnet werden kann der eigene Beitrag zum Klimawandel – der sogenannte CO2-Fußabdruck - über einen CO2-Rechner.

Hinzu kommt, dass wir die natürlichen Ressourcen des Planeten jedes Jahr schneller aufbrauchen als sie sich regenerieren können. Der sogenannte Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day) war im Jahr 2026 bereits am 10. Mai. Die Hälfte des Jahres leben wir demnach auf Kosten der Zukunft. 

Um ein langfristig gutes Leben auf diesem Planeten zu erhalten, sind daher alle gefragt.

Aufgabe des Klimaschutzmanagements ist es folglich nicht nur, die Kommunalverwaltungen im Landkreis bei der Bewältigung ihrer Klimaschutzaufgaben zu unterstützen, sondern auch Bürgerinnen und Bürger für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Alltag zu sensibilisieren.

Auf dieser Seite sind daher neben Projekten des Klimaschutzmanagements vor allem Informationen zu Beratungsangeboten im Bereich Energieeinsparung, Sanierung oder Ausbau erneuerbarer Energien sowie in welchen Netzwerken und Projektgruppen man selbst aktiv werden kann.

Wichtige Informationen:

  • Am 26.09.2026 laden das Klimaschutzmanagement und die Volkshochschule Landkreis Goslar in Kooperation mit dem MachMit!Haus der Stadt Goslar und dem Nachhaltigkeitsnetzwerk Suniversum in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr zum Zukunftsfest für Jung und Alt auf dem Jakobikirchhof Goslar ein. Weitere Informationen finden Sie unter Zukunftsfest 2026 - nachhaltig.miteinander.handeln. Klimafreundlich LK Goslar
  • Der Landkreis Goslar fördert keine Steckersolaranlagen (Balkonkraftwerke).

Das Klimaschutzmanagement ist Ansprechpartner für das Thema Klimaschutz für Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger und die Kommunen im Landkreis Goslar und informiert und berät diese unter anderem im Hinblick auf gesetzliche Anforderungen und Fördermittel.

Es hat die Aufgabe, Akteure und vorhandene Klimaschutz-Aktivitäten in der Region miteinander zu vernetzen sowie Klimaschutzmaßnahmen und -projekte zu erarbeiten, zu organisieren, zu koordinieren und umzusetzen. Dabei unterstützt das Klimaschutzmanagement des Landkreises auch die kreiseigenen Kommunen bei der Bewältigung ihrer eigenen Klimaschutzaufgaben, erarbeitet Strategien und Handlungsmöglichkeiten für mehr Klimaschutz im Landkreis und passt den Klimaschutzprozess den laufenden Entwicklungen an.

Klimaschutz ist jedoch nicht nur Aufgabe von Politik, Verwaltung oder des KSM, sondern die Aufgabe aller. Denn jeder kann einen Beitrag leisten!

Ziele des Klimaschutzes

Ob zunehmende Trockenheit und Hitze im Sommer, sterbende Wälder und Stürme, wärmere Wintermonate sowie häufigere Starkregenereignisse und damit ein zunehmendes Hochwasserrisiko: In den letzten 10 Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass die  Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland und in der Harzregion angekommen sind. Die dringende Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen nimmt daher stetig zu. 

Dazu zählen in erster Linie die Reduktion des Treibhausgasausstoßes, das Einsparen von Energie und Ressourcen sowie der Umbau der Energie- und Wärmeversorgung hin zur verstärkten Nutzung regenerativer Energien. Aber auch die Umstellung unseres Mobilitäts-, Ernährungs- und Konsumverhaltens ist notwendig. Denn nur durch eine Transformation unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems zu mehr Nachhaltigkeit kann das ehrgeizige Ziel des Pariser Klimaabkommens (2015) erreicht werden, die weltweiten Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 gegenüber dem Jahr 1990 auf nahezu Null zu senken und somit die Erderwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen.

Deutschland hat sich mit dem Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) zum Ziel gesetzt, bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Das Land Niedersachsen geht noch einen Schritt weiter und hat im niedersächsischen Klimagesetz (NKlimaG) sogar das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2040 festgesetzt. Der aktuelle Pfad führt allerdings eher in eine 2,9 Grad wärmere Welt. Es ist also noch viel zu tun.

Klimaschutz im Landkreis Goslar

Zwar werden die notwendigen gesetzlichen Regelungen, Verordnungen und Rahmenbedingungen auf Ebene der internationalen, der EU- und der deutschen Klimaschutzpolitik sowie auf Ebene der Landesregierung (Niedersächsische Klimaschutzpolitik) getroffen, die praktische Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen erfolgt jedoch zu einem großen Teil in den Kommunen und Landkreisen und somit unmittelbar bei den dort lebenden Menschen. Dazu müssen entsprechende Konzepte entwickelt und Maßnahmen umgesetzt werden. Der Landkreis Goslar hat daher 2023 ein eigenes Klimaschutz-Programm für die strategische Entwicklung im Landkreises beschlossen. Mit dem Klimaschutzkonzept für die treibhausgasneutrale Verwaltung kommt der Landkreis zudem seiner Verpflichtung nach §18 des niedersächsischen Klimagesetzes (NKlimaG) nach.

Das Klimaschutzmanagement gibt es seit 2015 beim Landkreis Goslar. Einige Städte im Landkreis haben eigene Klimaschutzmanagements. 

Ansprechperson bei der Stadt Goslar ist Frau Anna Scherschmidt

Ansprechperson bei der Stadt Bad Harzburg ist Frau Marlena Mullhaupt

Ansprechperson bei der Stadt Seesen ist  Herr Scheerer

Ansprechperson bei der Stadt Braunlage ist Herr Frederick Banse

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Kostenlose Erstberatung der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA) und der Verbraucherzentrale

Eine individuelle, kostenlose Erstberatung zu den Themen Energie- und Ressourceneffizienz im Gebäudebereich, Heizungserneuerung, Sanierung und Erneuerbare Energien für Kommunen und Hauseigentümer*innen bietet im Landkreis Goslar die Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA) in Kooperation mit Beraterinnen der Verbraucherzentrale Niedersachsen (VZ).
Einen Beratungtermin bei Frau Beate Engel, ERA Goslar e.V., oder bei Frau Stefanie Steinweder von der Verbraucherzentrale kann über info@era-goslar.de vereinbart werden.

Nähere Informationen des Vereins sind auf der Homepage der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. zu finden.

Die Mitarbeiterinnen des Energiebüros sind in der Sparkassen-Passage in Goslar persönlich nach Absprache dienstags von 14:15 Uhr bis 16:45 Uhr und regulär freitags von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr zu erreichen. 

Darüber hinaus bietet die Verbraucherzentrale Niedersachsen Beratungen Vor-Ort, telefonisch oder per Video-Konferenz zu folgenden Themen an:

  • Energieeinsparung
  • Heizungseinstellung und -erneuerung sowie
  • Nutzung von Solarenergie zur Stromerzeugung (Photovoltaik) 
  • Heizungsunterstützung und Brauchwassererwärmung (Solarthermie)

Nähere Informationen zu den Angeboten der Verbraucherzentrale sind auf der Webseite der Verbraucherzentrale unter Verbraucherzentrale Energieberatung zu finden.

Selbst- und Fördermittel-Check und Infos

Bevor eine Beratung in Anspruch genommen wird, kann man sich mit Hilfe der veschiedenen Selbst-Checks von CO2-online selbst einen ersten Überblick verschaffen. CO2-online ist eine gemeinnützige Beratungsgesellschaft für den Klimaschutz aus Berlin. Vom Strom-, Heiz- und Kühl-Check über den Solar-, Wärmepumpen- und Modernisierungs-Check bis hin zum sehr wichtigen Fördermittel-Check ist alles dabei.

Die Checks sowie viele weitere interessante Informationen rund um die Themen Energie- und Wassersparen, Bauen und Modernisieren sowie Klimaschutz und Fördermittel sind auf der Webseite von CO2-online unter Energiesparen und Klimaschutz zuhause.

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) bietet auf ihrer Webseite unter Förderprogramme für Hauseigentümer - Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen ebenfalls einen Modernisierungs- und einen Wärmepumpen-Check sowie eine umfangreiche Übersicht an Förderprogrammen und Informationen für energetische Bau- und Sanierungsmaßnahmen.

Die Fördermittel-Datenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) findet man auf der Homepage der Förderdatenbank.

Tipps und Infos zum Dämmen, Sanieren und richtigen Heizen bietet auch die Kampgane „Zukunft zuhause“ auf der Internetseite Zukunft zuhause.

Transformationsberatung für KMU 

In Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Goslar (WiReGo) bietet die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) kostenlose Transformationsberatungen an für die Themen:

  • Impuls Solar
  • Impuls Klimaneutralität
  • Impuls Energieeffizienz

Weitere Informationen zu den Transformationsberatungen sowie die notwendige Online-Interessenbekundung erhalten Sie unter Energieberatung für Unternehmen - Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

Regionaler Ansprechpartner:

Herr Dr. Gerald Hauser (CC)

Herr Mario Schlömann

Herr Holger Fiegenbaum

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Veranstaltungsreihe „Nachhaltig versorgt vor Ort – Energiewende zu Hause“

Mit der Veranstaltungsreihe „Nachhaltig versorgt vor Ort – Energiewende zu Hause“ informieren die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und die Verbraucherzentrale Niedersachsen in Kooperation mit der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA) und dem Klimaschutzmanagement des Landkreises jedes Jahr in Online-Vorträgen mit anschließender Gruppenberatung über die Themen Heizungsoptimierung, Wärmepumpe, Wärmedämmung und Solarstrom vom eigenen Dach. Ergänzt wird dies durch Präsenzveranstaltungen vor Ort.

Die Aktion unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer dabei, ihre Wohngebäude energetisch fit für die Zukunft zu machen.

Alle zu der Veranstaltungreihe gehörenden Veranstaltungen sind auf der Internetseite Nachhaltig versorgt vor Ort Klimafreundlich LK Goslar zu finden. Weitere Veranstaltungen des Klimamanagements Landkreis Goslar sind unter Veranstaltungen einzeln einzusehen.

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Ist mein Hausdach geeignet? – Der SolarDachAtlas

Mithilfe des SolarDachAtlas des Regionalverbandes Großraum Braunschweig erhält man eine schnelle und einfache Einschätzung von Kosten und Nutzen einer Solaranlage.

Ganz einfach den SolarDachAtlas für den Landkreis Goslar öffnen und unter „Mein Hausdach prüfen“ den Landkreis Goslar auswählen. Anschließend im Suchfeld die eigene Adresse eingeben.
Präsentiert sich das gesuchte Hausdach grün oder gelb, ist die Dachfläche in Bezug auf Dachneigung und Sonneneinstrahlung für die Gewinnung von Solarstrom und -wärme geeignet. Der SolardachAtlas sagt nichts über die Statik des Daches aus. Zu beachten ist, dass bei denkmalgeschützten Gebäuden in jedem Fall eine Genehmigung durch die zuständige Denkmalschutzbehörde einzuholen ist.

Im weiteren Schritt kann das eigene Hausdach virtuell mit Solarmodulen belegt und sich eine Einschätzung über Kosten und Ertrag einer Photovoltaik- und / oder einer Solarthermieanlage errechnet lassen werden.

Weitere Informationen zum SolarDachAtlas, häufig gestellte Fragen sowie Tipps und Planungsschritte zur eigenen Solaranlage sind auf der Homepage SolarDachAtlas zu finden .
Eine kostenlose Erstberatung wird im Landkreis Goslar von der Energie Ressourcen Agentur Goslar e. V. (ERA) angeboten.

Solarstrom über eine Genossenschaft

Ist kein geeignetes Hausdach oder ganz im Gegenteil eine größere Dach- oder Landfläche vorhanden, die gerne für die Solarenergie-Nutzung freigeben werden soll, ohne selbst Betreiber zu sein (zum Beispiel  Unternehmens- oder kommunales Gebäude, Landwirtschaftsfläche, Eigentümer einer größeren Brachfläche)?

Eine Möglichkeit bietet hier die Bürgerenergiegenossenschaft der Region Harz, die Flächen pachtet und darauf die Anlagen baut und selbst betreibt. Das Ziel der BürgerEnergie Harz e.G. ist es, Strom von Bürgern für Bürger zu erzeugen und so die regionale Energiewende voran zu treiben.

Für 500 Euro kann jeweils ein Anteil erworben werden.

Weitere Informationen hierzu sind auf der Webseite der BürgerEnergie Harz e. G (BEH) zu finden. 

Beratungsangebote

Nähere Informationen zu Beratungsangeboten finden Sie unter dem Aufklapper „Energie-, Solar- und Fördermittelberatung“.

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Wir fürs Klima – Suniversum Lokalgruppe Landkreis Goslar

Die Suniversum Lokalgruppe Landkreis Goslar ist ein loser Zusammenschluss aus Vereinen und Aktiven, die sich individuell auf ihre Weise für Umwelt- und Klimaschutz sowie eine nachhaltige Lebensweise im Raum Goslar einsetzen. 

Mit dem Ziel, Nachhaltigkeitsthemen und den Klimaschutz im Landkreis Goslar voranzutreiben und sichtbar zu machen, gemeinsame Projekte zu initieren oder Mitstreiter für eigene Projektideen zu finden, tauscht sich die Gruppe regelmäßig beim Suniversum-Stammtisch aus.

Zu den Stammtischen sind alle Interessierten stets willkommen.

Gegründet hat sich die Lokalgruppe im November 2019 als Teil des Netzwerkes „Suniversum“ des Regionalverbandes Großraum Braunschweig.  Mit der Klimafreundlich-Leben-Challenge aus dem Jahr 2021, der 2022 veranstalteten Aktionswoche der Nachhaltigkeit sowie dem seit 2022 stattfindenden Markt der Nachhaltigkeit/Zukunftsfest hat die Gruppe bereits einige gemeinsame Projekte und Veranstaltungen umgesetzt. Die Klimaschutzmanagerin fungiert dabei als Lokalkoordinatorin und Hauptorganisatorin.

Um ihre Aktionen sichtbar zu machen, hat die Gruppe seit 2021 eine eigene Webseite: Klimafreundlich LK Goslar | Wir für's Klima.

Solar-Botschafter & Solarpartys

Beratung im ungezwungenen, lockeren Rahmen bieten die sogenannten Solarpartys. Die Initiative entstammt der gemeinnützigen Nachbarschaftskampagne „packsdrauf“, die der Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. (SFV) im August 2022 in Aachen ins Leben gerufen hat. Mittlerweile ist die Kampagne deutschlandweit aktiv.

Gastgeber*in werden – Wie geht das?
Wer bereits eine Solaranlage auf dem eigenen Dach hat und Freunde, Nachbarn und Bekannte davon überzeugen möchte, selbst eine Solaranlage aufs Dach zu bringen, kann Gastgeber*in werden und eine eigene Solarparty ausrichten. 

Unterstützung erhalten Gastgeber*innen durch die Solarbotschafter*innen. Eine Liste der Solarbotschafter*innen ist zu finden unter “packsdrauf“ Gastgeber'in

Solarbotschafter*in werden – Wie geht das?

Solarbotschafterin beziehungsweise Solarbotschafter kann jeder werden, wer über erste Vorkenntnisse zur Technik verfügt – beispielsweise durch den Besitz einer eigenen Anlage – und die Energiewende vorantreiben will. Eine Online-Ausbildung bietet packsdrauf, die Termine sind veröffentlicht auf der Web-Seite “packsdrauf“ Botschafter*in.

Ausgebildete Solarbotschafter*innen erhalten durch die ERA zudem eine weitere Fortbildung, um sich spezielles Wissen über die aktuellen Begebenheiten im Landkreis Goslar anzueignen.

In regelmäßigen Projekttreffen tauschen sich die Solarbotschafter*innen und interessierten Gastgeber*innen aus. Bei Interesse steht die ERA unter info@era-goslar.de und das Klimaschutzmanagement unter klimaschutz@landkreis-goslar.de zur Verfügung.

Projekt-AG der ERA e.V.

Das Klimaschutzmanagement arbeitet sehr eng mit der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA) und den Klimaschutzmanagements der kreisangehörigen Kommunen zusammen. Projektideen rund um das Thema Energie werden daher auch bei den regelmäßigen Treffen der Projekt-AG besprochen.

Das Projekt Solarbotschafter ist beispielsweise aus dieser AG entstanden. Weitere Ideen und Engagierte sind immer willkommen.

Bei Interesse sind alle Angebote alle Angebote auf der Webseite der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA) zu finden.

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Netzwerk für Vereine und Bürger*innen – Das Suniversum

SUNIVERSUM – das steht für „Suffizienz“, „Netzwerk“ und „Universum“ und ist ein Netzwerk für alle im Großraum Braunschweig, die sich für ein klimafreundliches, nachhaltiges und genügsames – kurz: ein „gutes“ –  Leben einsetzen. Ob klimafreundliche Mobilität und Ernährung, Ideen zum nachhaltigen Konsum wie Upcycling oder „plastikarm im Alltag“ oder Engagement im Umwelt- und Naturschutz: beim SUNIVERSUM sind alle Themen rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz willkommen. Das Netzwerk bietet die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten, sich auszutauschen, eigene Projektideen vorzustellen oder gemeinsam mit anderen Mitstreitern Aktionen zu entwickeln und zu planen. Die Basis für die Netzwerk-Arbeit bildet die Online-Plattform Suniversum.

Im Landkreis Goslar gibt es seit 2019 eine eigene Lokalgruppe (siehe auch unter „Selbst aktiv werden“), die sich regelmäßig zu einem gemeinsamen Stammtisch trifft und gemeinsame Projekte plant und durchführt. Die Webseite der Lokalgruppe ist zu finden unter Klimafreundlich LK Goslar | Wir für's Klima.

Kommunales Netzwerk – Erfahrungsaustausch Energie

Ziel des gemeinsamen Erfahrungsaustausches zwischen den kommunalen Vertretern ist es, Aktivitäten zu bündeln und Synergie- und Lerneffekte bei der Erschließung von Effizienzpotentialen zu generieren. Die Kommunen können sich untereinander bei der Umsetzung von Maßnahmen unterstützen und gemeinsame Standards erarbeiten. Die Treffen dienen den Teilnehmenden auch als Arbeitserleichterung, indem aktuelle Themen, die für alle relevant sind, entsprechend aufbereitet und diskutiert werden. 

Netzwerk für Unternehmen – Unternehmergespräch Energie

Seit 2011 finden die Unternehmergespräche "ENERGIE" regelmäßig vier Mal im Jahr im Landkreis Goslar statt, organisiert und initiert von der Energie Ressourcen Agentur Goslar (ERA) und den Wirtschaftsförderungen der Region (WiReGo) und der Stadt Goslar. Das Forschungszentrum Energiespeichertechnologie (EST) der TU Clausthal tritt seit dem Jahr 2020 als Mitveranstalter auf.

Die Gesprächsreihe hat sich zu einer wichtigen Informations- und Austauschplattform für die Akteure der Region etabliert. Ziel ist es, stets neueste Informationen zur ressourcenschonenden und wirtschaftlichen Nutzung von Energien zu liefern, über Fördermöglichkeiten zu informieren und den Austausch zwischen Unternehmern der Region zu stärken.

Weitere Informationen zu aktuellen und vergangenen Veranstaltungen sind auf der Seite des Forschungszentrum Energiespeichertechnologie (EST) der TU Clausthal zu finden.

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Auszeichung für energieeffizientes Bauen oder Sanieren

Wer seinen Altbau energetisch saniert oder bereits beim Neubau auf eine gute Energieeffizienz seines Hauses achtet, sorgt vor. Denn in privaten Haushalten werden im Durchschnitt bis zu 85 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser benötigt. Mit moderner Technologie und einer energieeffizienten Gebäudedämmung ist hingegen großes Einsparpotenzial gegeben. Das kommt nicht nur dem eigenen Geldbeutel zugute, sondern leistet auch einen großen Beitrag für den Klimaschutz. Grund genug also für viele Hausbesitzer, bestehende Gebäude energetisch zu sanieren oder beim Neubau bereits auf neueste Standards zu setzen.

Mit der „Grünen Hausnummer“ macht der Landkreis Goslar dieses Engagement sichtbar. In Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA) werden Gebäudeeigentümer*innen mit einem grünen Hausnummernschild honoriert, die besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben.

Sie sind stolzer Besitzer oder Besitzerin eines energieeffizienten Ein- oder Mehrfamilienhauses und möchten sich für eine Grüne Hausnummer bewerben? Dann wenden Sie sich gerne an das Klimaschutzmanagement.

Grüne Hausnummer 

Engagement sichtbar machen

Wer seinen Altbau energetisch saniert oder bereits beim Neubau auf eine gute Energieeffizienz seines Hauses achtet, sorgt vor. Denn in privaten Haushalten werden im Durchschnitt bis zu 85 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser benötigt. Mit moderner Technologie und einer energieeffizienten Gebäudedämmung ist hingegen großes Einsparpotenzial gegeben. Das kommt nicht nur dem eigenen Geldbeutel zugute, sondern leistet auch einen großen Beitrag für den Klimaschutz. Grund genug also für viele Hausbesitzer und -besitzerinnen, bestehende Gebäude energetisch zu sanieren oder beim Neubau bereits auf neueste Standards zu setzen.

Mit der „Grünen Hausnummer“ macht der Landkreis Goslar dieses Engagement sichtbar. In Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA) werden Gebäudeeigentümerinnen und –eigentümer, die besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben, mit einem grünen Hausnummernschild honoriert.

Grüne Hausnummern in Niedersachsen und im Landkreis Goslar

Die Idee der Grünen Hausnummer kommt ursprünglich aus dem Saarland, wo Hausbesitzerinnen und –besitzer bereits seit 1996 mit der Auszeichnung honoriert werden. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) hat ihre "Grüne Hausnummer" 2015 entwickelt und konnte gemeinsam mit ihren regionalen Partnern seitdem ca. 2000 "Grüne Hausnummern" in Niedersachsen vergeben. Im Landkreis Goslar gibt es die Auszeichnung seit Oktober 2017. In den vergangenen vier Runden konnten insgesamt 30 Grüne Hausnummern verliehen werden. 

Von Mai bis September 2027 läuft der Bewerbungszeitraum für die sechste Runde.

Nachfolgend sind die ausgezeichneten "Grünen Hausnummern" zu finden:

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Grundschulbroschüre „Ich mache mit beim Klimaschutz“

So lautet der Titel der Klimaschutz-Broschüre des Landkreises Goslar, die für den Sachkundeunterricht beziehungsweise die Umweltbildung der 3. und 4. Klassen entworfen wurde. 

Auf der 40seitigen Grundschulbroschüre “Ich mache mit beim Klimaschutz“ Landkreis Goslar erklären die beiden Hauptfiguren Max und Merle in bunten, einfachen Bildern mit regionalem Bezug, welche Auswirkungen der Klimawandel hier vor Ort hat, was man unter Klima, Treibhauseffekt und Klimawandel versteht, wie der Mensch den Klimawandel beeinflusst und wie die Kinder selbst ganz konkret in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen können. Auch das Thema Energie wird auf unterschiedlichen Ebenen beleuchtet und die wichtigsten Erneuerbaren Energien Technologien vorgestellt. 

Die Druckversion ist auf Anfrage beim Klimaschutzmanagement des Landkreises erhältlich.

Unterstützung erfahren die Lehrerinnen und Lehrer auch durch das Lehrerbegleitmaterial, in dem neben Begriffsklärungen und Hintergrundinformationen für die Lehrenden vor allem Ideen für die Unterrichtsgestaltung zusammengestellt wurden. Die in der Grundschulbroschüre angesprochenen Themen können so durch weitere Aufgaben, Diskussionen oder Experimente weiter aufbereitet werden.

Das Lehrerbegleitheft zur Grundschulbroschüre ist hier zu finden.

Weitere Unterrichtsmaterialien

  • Unterrichtsmaterial der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)

Auf der Bildungsseite der KEAN finden Sie weiterführende Links und Angebote. In der Broschüre „Klimawandel und Klimaschutz“ werden in 16 Arbeitsblättern sämtliche Themen behandelt, die auch in der Grundschulbroschüre des Landkreises angesprochen werden, sodass dieses Material gut geeignet ist, um die Inhalte der Grundschulbroschüre "Ich mache mit beim Klimaschutz" aufzubereiten.

  • "Umwelt im Unterricht":

Auf der Online-Plattform “Umwelt im Unterricht“ des Bundesumweltministeriums (BMU) wird alle zwei Wochen ein "Thema der Woche" mit Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Fragen aus den Themenfeldern Umwelt-, Naturschutz, nachhaltige Entwicklung und aus anderen Arbeitsbereichen des Ministeriums auf die Internetseite des Bundesumweltministeriums gestellt.

Wissen und Aktionen für Kinder finden sich auf der Kinderseite BMU Kids.

  • Schulgärten bieten eine gute Möglichkeit, die Natur greifbar für Kinder zu machen.

Hierzu gibt es unter anderem eine Broschüre "Lernort Schulgarten" und "Schulgarten im Unterricht - Von Mathematik bis Kunst".

Klimaschutz in Bildungseinrichtungen

  • Angebote der Kimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN):

Fortbildungen, Seminare, Energiespartipps für Bildungseinrichtungen oder Bildungsmaterialien: Die KEAN hat auf Ihrer Internetseite unter Bildung für den Klimsachutz - Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen KEAN viel Wissenswertes zusammengetragen.

  • Kita-Klimanetzwerk

Das Klima-Kitanetzwerk unterstützt und begleitet Kitas bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Klimaschutzaktivitäten und präsentiert gelungene Praxisbeispiele. Das Netzwerk wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und organisiert Fortbildungen, Regionaltreffen, Tagungen und Fachforen und fördert den Austausch. Weitere Informationen sind unter Klima Kita Netzwerk zu finden.

  • Stiftung Kinder Forschen

Die Stiftung bietet Fortbildungen und Veranstaltungen für Erzieher*innen und Lehrkräfte und stellt Praxisanregungen und Materialien sowie Ideen zum Experimentieren zur Verfügung auf der Internetseite Stiftung Kinder Forschen zur Verfügung.

Für das anschaulichen Lernen wurden auch verschiedene kostenfreie Lern-Apps zum Themenfeld "Strom und Energie" entwickelt. Apps für Kinder zum Erforschen von Strom und Energie ebenfalls zu finden unter Stiftung Kinder Forschen.

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Windenergie

Das Raumordnungsthema "Windenergie" ist sehr vielschichtig und spielt insbesondere auf Ebene der Regionalplanung in Niedersachsen eine wichtige Rolle. Der Regionalverband Großraum Braunschweig als Träger der Regionalplanung beabsichtigt für seinen Verbandsbereich mit der 1. Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 2008 die bestehende Kulisse der "Vorrang- und Eignungsgebiete Windenergienutzung" zu erweitern.

Alle weiteren Informationen zum Verfahren und zur Thematik sind auf der Internetseite Regionalverband Großraum Braunschweig / Windenergienutzung zu finden.

Kreislaufwirtschaft/ Circular Economy

Ein wesentlicher Treiber für den Klimawandel ist die Art und Weise wie wir wirtschaften. In einer Welt, die aus kreislauforientierten natürlichen Systemen besteht, verursacht eine Wirtschaft, die ein exponentielles Wachstum fordert, um erfolgreich zu bleiben, viele Probleme für die natürlichen Systeme und stößt so letztlich an ihre Grenzen.

Ob die Vermüllung unseres Planeten bei gleichzeitiger Ressourcenknappheit, Landnutzungsänderungen bis kaum natürlicher Lebensraum für Tiere übrigbleibt, was zum Artensterben führt, weltweiter Warenhandel bei gleichzeitiger Verbreitung invasiver Arten, die wiederum eine Schädigung der lokalen Ökosysteme mit sich bringen und zu guter Letzt die Veränderung des weltweiten Klimas durch den massiven Ausstoß von Treibhausgasen beim Verbrauch fossiler Energien zur Produktion, Transport und Verbrauch von Waren – je mehr die planetaren Systeme aus dem Gleichgewicht gebracht werden, desto wackeliger die Beine auf denen unsere Wirtschaft und Wohlstandsgesellschaft stehen.

Die Lösung wäre also, das Wirtschaftssystem an die natürlichen Kreisläufe anzupassen, sodass diese so wenig wie möglich durch unsere Art zu Leben und zu Konsumieren strapaziert werden. Das heißt, die Menschheit muss lernen, ebenfalls in Kreisläufen zu wirtschaften. Wesentliche Bestandteile auf dem Weg dorthin sind die 10 R-Strategien. Am bekanntesten sind das Wiederverwenden und Weitergeben von Dingen, die man selbst nicht mehr braucht (Reuse, Second hand), das Reparieren (Repair), das Aufarbeiten alter Produkte (Refurbish) und das Umfunktionieren alter Teile für neuen Gebrauch (Repurpose) sowie das Recycling.

Das Klimaschutzmanagement ist Partner im Projekt „Circular Rural Regions“, bei dem für Kreislaufthemen sensibilisiert und Projekte im Bereich der Circular Economy entstehen.

Alles Wissenswerte zum Thema Kreislaufwirtschaft im Landkreis Goslar ist unter Neue Chancen für alte Dinge - Kreislaufwirtschaft Landkreis Goslar zu finden.

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Gemäß § 20 Niedersächsisches Klimagesetz (NKlimaG) sind Ober- und Mittelzentren ab dem 01.01.2024 dazu verpflichtet, einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen. Ziel eines Wärmeplans ist es, Wärmebedarfe und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen der Gebäude darzustellen und Potenziale zur Senkung des Wärmebedarfs und zur treibhausgasneutralen Versorgung der Gebäude mit Wärme aus erneuerbaren Energien zu ermitteln. Daraus werden Handlungsstrategien und Maßnahmen zur Umsetzung abgeleitet, sei es der Bau eines Wärmenetzes oder die Präferierung von Einzelanlagen in einem Quartier oder das Erschließen einer erneuerbaren Wärmequelle (Wasser, Abwasser, Wind, Sonne, Erdwärme, Biogas und so weiter. Die Wärmeplanung hat also den Charakter einer strategischen Vorplanung, die das gesamte Gemeindegebiet betrachtet und so eine Grundlage für stadtplanerische Entscheidungsprozesse bietet.

Der Landkreis Goslar unterstützt die kreiseigenen Kommunen bei ihrem Prozess, Wärmepläne zu erstellen. Bereits 2019 – als Vorreiter in Niedersachsen – hat der Landkreis ein Abwärme- und Ressourcenportal (AERPort) gemeinsam mit verschiedenen Partnern entwickelt.

Kommunale Wärmeplanung im Landkreis Goslar

Die kommunale Wärmeplanung ist ein langfristiger und strategisch angelegter, stadtplanerischer Prozess, bei dem das gesamte Gebiet der Kommune – mit privaten Wohngebäuden, kommunalen Liegenschaften sowie gewerblichen und industriellen Gebäuden - betrachtet wird. Erklärtes Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, bis 2040 eine weitgehendend treibhausgasneutrale Wärmeversorgung auf dem Gebiet der Kommunen zu etablieren, indem der Wärmebedarf gesenkt und die Erschließung und Nutzung erneuerbarer Energiequellen ausgebaut wird. Ein wesentliches Ergebnis der Wärmeplanung ist zudem die Gebietseinteilung in potentielle Wärmenetzgebiete und Gebiete mit dezentraler Wärmeversorgung.

Gesetzlicher Hintergrund

Mit dem niedersächsischen Klimaschutzgesetz (§ 20 NKlimaG) und dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG) besteht für die Mittelzentren im Landkreis Goslar – die Städte Goslar, Seesen und Bad Harzburg sowie die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld – seit dem 01.01.2024 die Verpflichtung, bis zum 31. Dezember 2026 einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen und zu veröffentlichen.

Für die Grundzentren – die Städte Langelsheim und Braunlage sowie die Gemeinde Liebenburg – beginnt die Verpflichtung erst ab 2026. Die Wärmepläne sind hier bis Ende 2028 fertig zu stellen. Bei einer Einwohnerzahl von unter 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kann ein vereinfachtes Verfahren angewendet werden.

Die Finanzierung zur Erstellung der kommunalen Wärmepläne wird dabei im Rahmen einer Konnexitätszahlung vom Land Niedersachsen unterstützt.

Gemeinsamer Prozess

Bereits im Sommer 2023 entschieden sich die Kommunen im Landkreis Goslar, bei der Wärmeplanung einen gemeinsamen Weg zu beschreiten. Unter Federführung des Landkreises entschieden sich die Kommunen, gemeinsam nach einem Planungsbüro auszuschreiben. Den Zuschlag bekam im Juni 2024 schließlich das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV), einer Ausgründung aus der Universität Rosenheim.

Mit dem 23. Juli 2024 wurde mit der Kick-off-Veranstaltung im Landkreis Goslar für den Prozess der Wärmeplanung der Startschuss gegeben.

Mit Ausnahme von Braunlage haben sich alle kreisangehörigen Kommunen dem Prozess angeschlossen. Jede Kommune erhält dabei am Ende des Prozesses für ihr Gebiet ihren eigenen Wärmeplan, der jedoch mit den Wärmeplänen der anderen Kommunen abgestimmt ist. So können Synergieeffekte entstehen und ein übergreifendes Flächenmanagement realisiert werden.

Durch die Kommunale Wärmeplanung entstehen viele Fragen. Welche Schritte die Wärmeplanung umfasst und welche Ergebnisse zu erwarten sind, sind im Dokument Schritte und Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung - Fragen und Antworten zu finden. Das Dokument ist auch in der rechten Randspalte unter Dokumente zu finden.

Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet werden, schreiben Sie diese gerne an die zuständige Stelle im angegebenen Kontakt

Was ändert sich für Bürgerinnen und Bürger?

Die Wärmeplanung berührt die Bürgerinnen und Bürger nur mittelbar, wenngleich eine breite freiwillige Partizipation am Prozess der Wärmeplanung vorgesehen und wünschenswert ist. Am Ende des Prozesses werden Bürgerinnen und Bürger mehr Klarheit über die ihnen voraussichtlich zur Verfügung stehenden Wärmever­sorgungs­arten haben. Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer können somit besser planen, welche Investitionen in die Energieversorgung zu welchem Zeitpunkt für sie die wirtschaftlichste ist.

Welche rechtliche Verbindlichkeit hat ein kommunaler Wärmeplan?

Die Kommunale Wärmeplanung ist in erster Linie ein strategisches Instrument mit Vorplanungscharakter zur Koordinierung der Wärmewende. Eine grundstücksscharfe Einteilung in zentrale und dezentrale Wärmeversorgungsgebiete erfolgt bei der Gebietseinteilung. Die Ergebnisse der Wärmeplanung sind rechtlich jedoch nicht verbindlich. Ein Anspruch auf eine im Wärmeplan dargelegte Versorgung besteht nach dem Wärmeplanungsgesetz nicht.

Jedoch hängen das Gebäudeenergiegesetz (GEG, umgangssprachlich auch „Heizungsgesetz“) und das Wärmeplanungsgesetz (WPG) und somit auch die Regelungen im niedersächsischen Klimaschutzgesetz (NKlimaG) zusammen.

Das GEG befasst sich in Abgrenzung zum WPG nicht mit dem Thema Planung und den Anforderungen an Wärmenetze, sondern enthält konkrete Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und Vorgaben für Heizungsanlagen.

Zum 1. Januar 2024 wurde das GEG novelliert und legt seither verbindlich den Umstieg auf erneuerbare Energien beim Einbau neuer Heizungsanlagen fest. Es schreibt vor, dass neu eingebaute Heizungsanlagen gemäß §71 GEG künftig mindestens 65 Prozent der mit der Anlage bereitgestellten Wärme mit erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme erzeugen (sogenannte 65-Prozent-EE-Vorgabe) müssen. 

Wann gilt die 65-Prozent-EE-Vorgabe für die Heizungsanlage?

Ab wann die 65-Prozent-EE-Regel gilt und welche Verpflichtungen für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer sich daraus ergeben, können Sie dem Entscheidungsbaum vom Bundesvwerband der Energie und Wasserwirtschaft BDEW „Übersicht zum Kern der 65-Prozent-EE-Anteil-Regelung im GEGGEG“ unter Dokumente in der rechten Spalte entnehmen.

Ausführlichere Antworten auf häufige Fragen in Bezug auf das GEG sind in dem Dokument Folgen der Wärmeplanung für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen - Fragen und Antworten und in der rechten Randspalte unter Dokumente zu finden.

Das Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden - GEG ist hier zu finden

Weitere Informationen zu den Vorgaben des GEG finden Sie auch auf der Internetseite der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) unter Gebäudeenergiegesetz (GEG

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Welche Fördermöglichkeiten gibt es bei Heizungstausch?

Klimafreundliche und energieeffiziente Lösungen werden derzeit über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bis zu 70 Prozent finanziell unterstützt. Das BEG fasst frühere Förderprogramme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich zusammen und unterstützt unter anderem den Einsatz neuer Heizungsanlagen, die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, Maßnahmen an der Gebäudehülle und den Einsatz optimierter Anlagentechnik.

Die Förderübersicht: Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen (BEG EM) ist auch in der rechten Spalte unter Dokumente zu finden.

Nähere Informationen zur BEG-Förderung sind auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu finden  

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen bietet auf ihrer Internetseite ebenfalls einen Überblick zu verschiedenen Förderprogrammen für energetische Bau- und Sanierungsmaßnahmen: Förderprogramme für Hauseigentümer - Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen

Welche Beratungsangebote gibt es im Landkreis Goslar?

Eine individuelle, kostenlose Erstberatung zu den Themen Energieeffizienz im Gebäude, Sanierung, Heizungserneuerung und erneuerbare Energien für Ein-und Mehrfamilienhausbesitzerinnen und -besitzer bietet im Landkreis Goslar die Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA) in Kooperation mit Beraterinnen der Verbraucherzentrale Niedersachsen (VZ) an.  

Die Beraterinnen Beate Engel und Stefanie Steinwender sind per E-Mail zu erreichen über info@era-goslar.de oder persönlich nach Absprache dienstags von 14:15 Uhr bis 16:45 Uhr und regulär freitags von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr in der Sparkassen-Passage am Jakobi-Kirchhof in Goslar.  

Nähere Informationen des Vereins sind auf der Homepage der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. zu finden.

Darüber hinaus bietet die Verbraucherzentrale Niedersachsen Beratungen Vor-Ort, telefonisch oder per Video-Konferenz zu folgenden Themen an:

  • Energieeinsparung
  • Heizungseinstellung und -erneuerung sowie
  • Nutzung von Solarenergie zur Stromerzeugung (Photovoltaik) 
  • Heizungsunterstützung und Brauchwassererwärmung (Solarthermie)

Nähere Informationen zu den Angeboten der Verbraucherzentrale sind auf der Webseite der Verbraucherzentrale zu finden.

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