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Datum: 15. Dezember 2021

Zensus 2022: Landkreis und Stadt Goslar arbeiten in gemeinsamer Erhebungsstelle mit Hochdruck an den Vorbereitungen

Seit dem Spätsommer ist die gemeinsame Erhebungsstelle des Zensus 2022 für den Landkreis und die Stadt Goslar eingerichtet. Stadt- und Kreisverwaltung arbeiten eng zusammen, um die Befragung der Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet zu koordinieren, denn beim Zensus geht es um mehr als nur um eine Volkszählung.

Christoph Weber, Leiter der gemeinsamen Erhebungsstelle, erläutert: „Mit dem Zensus wollen wir wichtige statistische Daten erheben, um zu ermitteln, wie die Menschen in Deutschland leben und arbeiten. Daraus ergeben sich nicht nur die maßgeblichen Einwohnerzahlen, die in Form eines Zensus zuletzt im Jahr 2011 ermittelt wurden, sondern auch wichtige Grundlagen für finanz- und gesellschaftspolitische Entscheidungen und Aussagen über die Bevölkerungsstruktur. Gemeinden benötigen die Zahlen unter anderem zur Planung von Kindergärten, Schulen, Seniorenwohnheimen und Sozialwohnungen. Außerdem sind die Daten für Wissenschaft, die Markt- und Meinungsforschung, die amtliche Statistik sowie für eine Reihe von Verwaltungsverfahren wie beispielsweise dem Länderfinanzausgleich oder der Einteilung von Wahlkreisen von großer Bedeutung.“

Im kommenden Jahr sollen ab Mai rund 200 Interviewerinnen und Interviewer (Erhebungsbeauftragte) im gesamten Kreisgebiet tätig werden und die Bürgerinnen und Bürger zu unterschiedlichen statistischen Merkmalen befragen. „Insgesamt werden wir rund 3.700 Haushalte befragen. Dabei ist es Zufall, wer von der Stichprobe erfasst wird“, erklärt Erhebungsstellenleiter Weber. Bereits seit dem 22. November führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erhebungsstelle so genannte Vorbegehungen durch. Dabei wird überprüft, ob die übermittelten Adressen korrekt sind.

Für die Durchführung der Befragungen benötigen Landkreis und Stadt Unterstützung. Schon jetzt werden deshalb Personen gesucht, die sich im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Interviewer ab Mai 2022 engagieren möchten.

„Die Tätigkeit erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Die Interviewer können sich ihre Aufgabe weitestgehend frei einteilen. Pro befragter Person erhalten die Interviewer eine steuerfreie Aufwandsentschädigung“, so Weber.

Interessenten können sich bereits jetzt per Mail an zensus2022goslar@landkreis-goslar.de oder telefonisch unter 05321 7098727 bei der gemeinsamen Erhebungsstelle von Stadt und Landkreis vormerken lassen. Die Interviewer werden für die Aufgabe selbstverständlich geschult. Die Schulungen werden voraussichtlich von Januar Mai stattfinden und sind unerlässlich.

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich keine Sorgen um den Datenschutz machen, denn dem Schutz und der Vertraulichkeit der Daten wird bei den Befragungen allerhöchste Priorität beigemessen. „Jede/r Erhebungsbeauftragte wird auf Verschwiegenheit verpflichtet“, unterstreicht Weber und ergänzt, „die Erhebung dient nur statistischen Zwecken und wird keiner anderen Behörde oder Dritten zugänglich gemacht. Es muss sich also niemand sorgen, dass sich durch die Befragung irgendwelche Nachteile ergeben.“