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Datum: 18. November 2022

Neuer Name und erweitertes Konzept

Die bisherige „Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft“ wird zur „Kompetenzstelle Familie & Wirtschaft“

Die „Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft“ beim Landkreis Goslar hat ihren Namen gewechselt und heißt ab sofort „Kompetenzstelle Familie und Wirtschaft“. Mit der Umbenennung geht auch eine Erweiterung des Konzeptes und der Zielgruppe einher.

Das dreiköpfige Team um Interimsleiterin Angela Hühne ist topmotiviert und voller Tatendrang. So soll beispielsweise die beliebte und stark nachgefragte Ferienbetreuung für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahre ausgeweitet werden. Um dies auch personell darstellen zu können, wollen sich Angela Hühne, Bianca Purschke und Alexandra Backes künftig in Zusammenarbeit mit Kreisjugendpfleger Holger Fenker um die „Juleica-Ausbildung“ kümmern, die als Basis für ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit gilt.

„Eine Erweiterung der Ferienbetreuung ist natürlich nur möglich, wenn ausreichend Betreuer und Betreuerinnen zur Verfügung stehen.  Hauptamtlich wird dies nicht zu stemmen sein, alleine schon aufgrund der finanziellen Belastung. Deshalb ist es für uns wichtig, dies auch durch das Ehrenamt abzufedern. Von der Juleica-Ausbildung versprechen wir uns den Aufbau einer eigenen Nachwuchsakquise“, so Angela Hühne.

Mit der Neuaufstellung als Kompetenzstelle ist auch der endgültige Abschied vom Fördermitteltopf der N-Bank (Investitions- und Förderbank Niedersachsen) abgeschlossen. Die Finanzierung ist nun Sache des Landkreises.

Das gibt den Mitarbeiterinnen die Möglichkeit neue Wege zu beschreiten und sich auch weiteren Zielgruppen zu öffnen. Lag der Schwerpunkt bisher auf der Beratung von Frauen, können nun auch Familien oder Männer die Dienstleistungen der neuen Kompetenzstelle in Anspruch nehmen.

Die Beratung wird weiterhin ein wichtiges Feld sein, ein Schwerpunkt der Arbeit wird künftig jedoch auch auf Aus- und Fortbildungsveranstaltungen liegen. „Unser kurz- bis mittelfristiges Ziel ist es, neue Kurs- und Workshop-Reihen zu initiieren, die sich ganz eng am Bedarf unserer Klientinnen und Klienten orientieren“, so Hühne. Wichtig ist es dem Team dabei auch das Thema Kinderbetreuung in den Blick zu nehmen, denn nicht selten scheitern Seminar- und Fortbildungsbesuche an fehlenden Möglichkeiten den Nachwuchs für diese Zeit unterzubringen.

In diesem Zusammenhang kommen Hühne, Purschke und Backes auch auf das Thema Kinderbetreuung in Randzeiten zu sprechen. Ein Punkt, der den bislang im „Überbetrieblichen Verbund Frau & Wirtschaft“ organisierten Unternehmen besonders wichtig ist. Der „Überbetriebliche Verbund“ wird im Zuge der Neuausrichtung aufgelöst. An seine Stelle soll ein Unternehmens-Netzwerk treten.

Thomas Wiesenhütter, in dessen Steuerungsgruppe Kreisentwicklung die Kompetenzstelle organisatorisch verortet ist, unterstreicht, dass das Unternehmer-Netzwerk allen interessierten Betrieben aus dem Kreisgebiet offensteht: „Wer sich uns anschließen möchte, ist herzlich willkommen. Unsere Netzwerkpartner profitieren natürlich von einem vorzeitigen Zugang zu unseren Ferienangeboten. Für die Mitarbeitenden der Unternehmen ist das ein echter Benefit, da die Plätze erfahrungsgemäß schnell ausgebucht sind.“

Untergebracht ist die neue Kompetenzstelle weiterhin in den Räumlichkeiten in der Klubgartenstraße 5 in Goslar. Termine für Beratungsgespräche können bei Alexandra Backes und Bianca Purschke (siehe Kontakt rechte Randspalte) vereinbart werden. Sie stehen auch bei weiteren Fragen natürlich gern zur Verfügung.

Hintergrundinformationen:

Seit 1991 gibt es in Niedersachsen Koordinierungsstellen zur beruflichen und betrieblichen Förderung von Frauen als wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument. Der Kreistag des Landkreises Goslar hatte am 16. Oktober 2000 einstimmig die Einrichtung einer Ko-Stelle beim Landkreis Goslar beschlossen; diese wurde zum 1. Juni 2001 eingerichtet. Im April dieses Jahres hatte der Kreistag beschlossen, dass sollte die N-Bank die Förderung über den 30. Juni 2022 nicht fortsetzen, das Angebot in Eigenverantwortung fortgeführt und vollständig aus Haushaltsmitteln des Landkreises finanziert wird.