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Datum: 9. Oktober 2026

Heimatpfleger tauschen sich bei Treffen in Wolfshagen aus

Interessante Einblicke in die Praxis der Heimatpflege vor Ort

Unter dem Leitgedanken „Feuer weitergeben statt Asche bewahren“ kamen jüngst über 50 engagierte Bürgerinnen und Bürger in Wolfshagen zusammen, um sich über aktuelle Facetten der regionalen Heimatpflege im Landkreis Goslar auszutauschen. Kreisheimatpfleger Arnold Kipke hatte zu der jährlichen Veranstaltung eingeladen und sprach den anwesenden Ehrenamtlichen für ihren kontinuierlichen Einsatz im gesamten Kreisgebiet seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Einen anschaulichen Einblick in die Praxis bot Udo Paul, der über seine ehrenamtlichen Projekte zur Köhlerei und zur niederdeutschen Sprache berichtete. Die Holzkohleherstellung stellte historisch ein zentrales Gewerbe des Ortes dar, in dem auch Heinrich E. Steinweg, der bekannteste Sohn Wolfshagens, familiäre Wurzeln hatte.

Ebenso eindrücklich schilderte Udo Paul die Besonderheiten des Plattdeutschen, das bis in die 1950er- und 1960er-Jahre den Sprachalltag prägte. Die Mundart zeichnet sich durch feine lokale Nuancen aus, die sich von Dorf zu Dorf unterscheiden. Mit der Initiative „Iuse Wulweshäjer Platt“ sorgt Paul dafür, dass die Sprache der Großeltern lebendig bleibt. Durch die direkte Zusammenarbeit mit der örtlichen Schule wird dieses sprachliche Erbe noch heute gezielt an Kinder und Jugendliche weitervermittelt.

Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung des Tagungsortes: Durch die Ausrichtung in einem Langelsheimer Ortsteil erhalte die lokale Alltagsgeschichte besondere Beachtung und Wertschätzung in einem fachkundigen Kreis.

Der anschließende kollegiale Dialog stärkte das Netzwerk der Engagierten vor Ort. Im gemeinsamen Austausch entstanden neue Kooperationsideen, um das freiwillige Engagement für die dörfliche Kultur auch künftig lebendig und zukunftsorientiert zu gestalten.