Corona-Regeln: Deutschland macht sich locker
Landrat Dr. Saipa plädiert für Aufrechterhaltung von Maskenpflicht sowie Abstands- und Hygieneregeln
Ab kommenden Sonntag, 20. März, soll der Großteil der bisherigen Corona-Beschränkungen fallen. Auch in Niedersachsen bereitet sich die Landesregierung auf den nächsten Lockerungsschritt vor.
Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat in diesem Zusammenhang jedoch bereits angekündigt, dass in Niedersachsen jedes Instrument genutzt werden soll, das der Bund ab dem 20. März in der Pandemiebekämpfung noch zulässt. Aktuell werde daher in Hannover geprüft, welche Maßnahmen im Rahmen der Übergangsregelung bis maximal 2. April noch zulässig sein werden.
Die niedersächsische Vorsicht wird auch von Goslars Landrat Dr. Alexander Saipa begrüßt. „Die Pandemie ist nicht vorüber. Aktuell jagt ein Infektionshöchststand den nächsten. Daher ist es aus meiner Sicht auch nicht ratsam alle bewährten Schutzmaßnahmen über Bord zu werfen. So erachte ich die Maskenpflicht in weiten Teilen des öffentlichen Lebens weiterhin für absolut notwendig. Gleiches gilt für die Aufrechterhaltung von Abstands- und Hygieneregeln. Denn auch, wenn die Krankheitsverläufe in den meisten Fällen vergleichsweise mild sind, fallen die Menschen aufgrund von Quarantänebestimmungen für einen längeren Zeitraum aus. Das wiederum belastet Firmen und Unternehmen im gesamten Landkreis. Deshalb sollten wir weiterhin Vorsicht walten lassen.“, erläutert Landrat Dr. Saipa seine Sicht.
Mit den nahenden Lockerungsschritten wird auch der Landkreis seine Corona-Infrastruktur zurückbauen. Der Corona-Krisenstab, der mit kurzen Unterbrechungen seit dem 13. März 2020 tagte, wurde bereits in der vergangenen Woche in den Stand-by-Modus versetzt. Ab kommenden Sonntag wird zudem das Corona-Dashboard und die Bearbeitung des Postfaches „Veranstaltunggs“ eingestellt. Die Luca-App, die über viele Monate zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt wurde, wird ebenfalls verschwinden. Das Land Niedersachsen, das den Vertrag mit den Machern der Luca-App nicht verlängern wird, setzt bei der Kontaktdatenerhebung künftig auf die freiwillige Nutzung der Corona-Warn-App. Durch die Registrierung im Lokal oder bei einer Veranstaltung werden die Anwender bei einem infektionskritischen Kontakt über ihr Smartphone informiert und können sich vorsorglich absondern, testen oder testen lassen und ihre engen Kontakte informieren.
Das Corona-Informationsportal des Landkreises wird bis auf weiteres Bestand haben. Dort werden auch künftig Impftermine sowie eine Liste mit den Corona-Teststationen zu finden sein.