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Datum: 11. März 2021

"Mo und die Arier: allein unter Rassisten und Neonazis"

Internationale Wochen gegen Rassismus: Digitale Veranstaltung mit Dokumentarfilm, Lesung und anschließender Diskussion mit Mo Asuman am 22. März 2021

Bei den diesjährigen „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ müssen aufgrund der anhaltenden Pandemie andere Wege gegangen werden. Publikumswirksame Präsenzveranstaltungen, wie sie üblicherweise organisiert werden, sind nicht möglich. Aus diesem Grund hat sich auch die Frauenarbeitsgemeinschaft Goslar (FRAG) in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Goslar (Kathrin Geschke) für ein digitales Angebot entschieden.

Am Montag, 22. März, um 19:00 Uhr lädt die FRAG gemeinsam mit Frau Geschke zu einer digitalen Lesung, Vorführung eines Dokumentarfilms sowie zur anschließenden Diskussion mit der Fernsehmoderatorin und Bestseller-Autorin Mo Asumang ein. Die Tochter einer Deutschen und eines Gahnaers, die als Moderatorin der wöchentlichen Sendung „Liebe Sünde“ Mitte der 90er Jahre einem Millionenpublikum bekannt wurde, weiß genau wie sich Rassismus auf der eigenen Haut anfühlt. Dies beschreibt sie auch sehr eindringlich in ihrem 2016 veröffentlichten Buch „Mo und die Arier. Allein und Rassisten und Neonazis“, das neben dem Dokumentarfilm „Die ARIER“ im Mittelpunkt des digitalen Veranstaltungsformates stehen wird.

Nach der Morddrohung einer Neonaziband wagte Fernsehmoderatorin Mo Asumang einen ungewöhnlichen Selbstversuch. Die afrodeutsche Moderatorin und Autorin wagt mutig und entschlossen die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern – unter 3000 Neonazis auf dem Alex, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Sie begegnet Menschen, die sie hassen – und entlarvt sie dadurch. Ein bestürzender Blick in die rechte Szene und ein Mut machendes und mitreißendes Beispiel, die eigene Angst zu überwinden und sich zur Wehr zu setzen.

Die Teilnehmeranzahl ist aufgrund der geplanten Diskussionsmöglichkeit auf 60 Personen begrenzt. Verbindliche Anmeldungen nimmt die Gleichstellungsbeauftragte bis zum 19. März entgegen. Die Zugangsdaten für die Teilnahme via „Zoom“ werden am Tag der Veranstaltung ebenfalls per E-Mail übermittelt. Das Angebot ist kostenlos und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

Neben der öffentlichen Veranstaltung für Jedermann/Jedefrau wird es auch einen digitalen Termin im Oberharz Gymnasium Braunlage und der Vicco-von-Bülow-Oberschule in Vienenburg geben. Dort beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Unterrichts mit dem Thema Rassismus.

Technische Hinweise:

Um an der Onlineveranstaltung teilnehmen zu können, werden neben einer stabilen Internetverbindung ein PC, Tablet oder Smartphone mit einer Audioausgabe (Kopfhörer/Lautsprecher) benötigt. Der Einlass in den digitalen Raum ist ab 18:30 Uhr möglich.