Sie können sich den Textinhalt mit der Zugriffstaste Ihres Browsers und der Ziffer 1 vorlesen lassen. Bei Verwendung des Internet Explorers drücken Sie anschließend bitte die Enter-Taste.? Näheres zu Zugriffstasten finden Sie unter ?Informationen zum Vorlesesystem?.

Hilfsnavigation

Bürgerservice | Wirtschaft & Tourismus | Bildung & Kultur | Grußwort | Kontakt | Impressum | RSS-Feeds

Volltextsuche

Informationen zum Vorlesesystem

04.11.2013
Altlast Florentz: Gutachterbüro legt Zwischenergebnisse vor


Florentz BohrungErstmals Schadstoffspuren am Schacht Fortuna festgestellt

Das Grundwasser aus dem Standort Morgenstern strömt vermutlich zum überwiegenden Teil über den sogenannten Verbindungsstollen in Richtung der Grube Fortuna bei Groß Döhren. Dort sammelt es sich wahrscheinlich mit dem Wasser aus der Grube Fortuna und läuft oberflächlich über den Fortunateich und den Hellebach in Richtung Groß Döhren ab.

Das sind die wesentlichen ersten Erkenntnisse aus den seit Mitte des Jahres laufenden vertieften Untersuchungen der Grundwasserverhältnisse. Bei den Wasserbeprobungen im Schacht Fortuna II haben die Gutachter erstmals außerhalb des Standorts Morgenstern Spuren der Schadstoffe festgestellt, die im Frühjahr auf dem Gelände des früheren Betriebs Florentz gefunden wurden. Dabei handelt es sich um Leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe (LHKW) Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Chlorbenzole (CBZ). Außerdem wurden Stoffe entdeckt, die in Hausmülldeponien anzutreffen sind. Die Konzentration liegt zwar in allen Fällen unterhalb der sogenannten Geringfügigkeitsschwellenwerte, dennoch haben die Zwischenergebnisse große Bedeutung für die nächsten Schritte.

„Uns wäre zwar lieber gewesen, außerhalb des Standorts Morgenstern weiterhin keine Schadstoffe festzustellen, aber die neuen Erkenntnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Pfad sind“, sagt Michael Riesen, Leiter der Projektgruppe Morgenstern. „Wir sind den Schadstoffwegen auf der Spur und können die nächsten Schritte gezielt darauf abstimmen.“

Für Mitte November ist eine Wiederholungsmessung im Fortunaschacht geplant, um die ersten Ergebnisse abzusichern. Bis Ende des Jahres sollen die Ergebnisse aller Einzeluntersuchungen vorliegen. Auf dieser Basis werden dann die weiteren Erkundungs- und Sanierungsschritte festgelegt. Wenn dies erfolgt ist, wird die Projektgruppe Morgenstern erneut zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung einladen, um die Ergebnisse und das weitere Vorgehen zu erläutern.