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06.08.2010
Deponie Morgenstern: »Luttenschacht« doch zugänglich


© Landkreis Goslar 
Der so genannte „Luttenschacht“ auf dem Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie Morgenstern ist entgegen bisheriger Aussagen doch zugänglich. Der Planfeststellungsbeschluss für die Deponie von Oktober 1976 sah den Einbau des Luttenschachts in den Sickerwasserschacht vor. Mit diesem Bauwerk sollte ein unterhalb der Deponiebasis vorhandener Pumpensumpf erreichbar bleiben, um Erkenntnisse über die unter der Deponie liegende Altlast „Florentz“ zu erhalten.

Nachdem die Kreiswirtschaftsbetriebe Goslar (KWB) früher diesen Pumpensumpf als „nicht mehr erreichbar“ eingestuft hatten, zeigte eine am 8. Juli von den KWB beauftragte Kamerabefahrung, dass eine Tiefe von rund 56 Metern erreichbar ist. Dann stoppte sedimenthaltiges Wasser die Befahrung. Eine Beprobung erfolgte nicht.

Nach Weitergabe der Erkenntnisse an die untere Bodenschutzbehörde des Kreises beauftragte diese zur vorbeugenden Gefahrenabwehr eine erneute sofortige Befahrung mit gleichzeitiger Probennahme im Sickerwasserschacht und auch im Luttenschacht.

Die von einem zertifizierten Labor ermittelten Analysewerte zeigen Klärungsbedarf zu einzelnen Parametern und insbesondere zur Herkunft und zum Alter des vorgefundenen Wassers. Zur weiteren Klärung wird das Wasser aus dem Luttenschacht vollständig entnommen. Damit kann man ein mögliches Nachströmen von Wasser beobachten und bei Bedarf eine weitere Beprobung durchführen. Parallel dazu soll die erreichbare Tiefe des Schachtes ausgelotet werden.

Der Landkreis Goslar hat seine Kreistagsabgeordneten und die Mitglieder des Verwaltungsrats der KWB mit einer Informationsvorlage über die neuen Erkenntnisse unterrichtet. Zudem wird sich der KWB-Verwaltungsrat in seiner Sitzung in der nächsten Woche mit dem Zustandekommen der Aussagen beschäftigen.