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06.11.2019
"Nicht reden - machen" - Gebäudesanierung für den Klimaschutz


Landkreis würdigt klimabewusste Gebäudeeigentümer mit der „Grünen Hausnummer“

Noch bis 30. November können sich Hauseigentümer aus dem Landkreis Goslar für die „Grüne Hausnummer“ bewerben. Alle privaten Hausbesitzer, die innerhalb der letzten Jahre ihr Gebäude energetisch saniert, klimaneutral neu gebaut haben und damit die seit dem 1. Oktober 2009 gültigen KfW-Effizienzhausstandards erfüllen, haben die Möglichkeit, ihr Engagement kostenfrei auszeichnen zu lassen. Einen schlanken Bewerbungsbogen ausfüllen und die nötigen Fakten zum Gebäude liefern und schon ist man mit in der Vergaberunde.

Ziel der Kampagne „Grüne Hausnummer“ ist es, den Klimaschutz sichtbar zu machen und Nachahmer zu finden. Niedersachsenweit sind so seit 2015 schon über 650 Grüne Hausnummern von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) vergeben worden. Im Landkreis Goslar startete das Projekt in Zusammenarbeit mit der Energie Ressourcen Agentur Goslar im Oktober 2017 und befindet sich nun in der zweiten Runde. Unter den 2017 ausgezeichneten 12 Immobilien waren sowohl sanierte Objekte als auch Neubauten, wie zwei Beispiele zeigen.

Elke Fahlbusch-Mayer und Thomas Mayer sind stolz auf die „Grüne Hausnummer“, die die Fassade ihres Doppelhauses von 1911 in Seesen ziert. Damit wurde ihr Engagement für den Klimaschutz vom Landkreis Goslar gewürdigt. 2010 haben sie ihr 6-Familienhaus energetisch saniert mit dem Fokus auf Wärmedämmung. Ein neues Dach, die Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke sowie eine Fassadendämmung sorgen für weniger Energieverbrauch und somit auch zu Einsparungen der Heizkosten. „Für unsere Mieter im Dachgeschoss haben sich die Heizkosten halbiert“, freut sich Elke Fahlbusch-Mayer. Ihre Motivation bringt sie kurz und knapp auf den Punkt: „Nicht reden – machen. Jeder von uns kann einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.“ Dass sie es ernst meinen, haben die Hauseigentümer auch bei der Auswahl des Dämmmaterials gezeigt. Es wurde auf Styropor verzichtet und stattdessen natürliche, mineralische Dämmwolle verwendet, die auch zu einem angenehmen Hausklima beiträgt.

Ebenfalls mit der „Grünen Hausnummer“ ausgezeichnet wurde das Passivhaus von Iris und Martin Hennseler in Seesen. Sie haben sich bei ihrem Neubau 2009 bewusst für die Niedrigenergiebauweise entschieden. „Es funktioniert wirklich“, zeigt sich Iris Hennseler begeistert. Aufwendige Dämmarbeiten der Bodenplatte mit Glasschaumgranulat und der Außenwände mit Strohbauplatten und Zellulose halten die Wärme im Haus. Eine zusätzliche Dämmung der Innenwände mit Schafwolle dient dem Schallschutz. „Mit der Holzrahmenbauweise konnten wir gegenüber einem Haus Stein auf Stein deutlich CO2 einsparen“, so Martin Hennseler. Darüber hinaus wurden eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Gegenstromwärmetauscher und Solarthermie installiert, so dass es das Gebäude auf einen Primär-Energiekennwert von 13 kWh/(m²a) schafft. Zum Vergleich: Gebäude, die gemäß der dritten Wärmeschutzverordnung von 1995 errichtet wurden, dürfen einen maximalen Wert von 100 kWh/(m²a) nicht überschreiten. Hennselers sehen die Aktion „Grüne Hausnummer“ als tolle Werbung für den Klimaschutz.

Wer sein eigenes Haus energieeffizient ertüchtigt hat und sich für eine Grüne Hausnummer interessiert, kann sich noch bis 30. November beim Landkreis Goslar bewerben. Informationen und das Antragsformular sind zu finden unter www.landkreis-goslar.de/grüne-hausnummer.

Für weiterführende Informationen rund um das Thema Klimaschutz und Energieeffizienz steht Klimaschutzmanagerin Elisa Nestmann unter der Rufnummer 05321 76-252 zur Verfügung.