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04.06.2019
Landkreis Goslar bekämpft Herkulesstaude


Der Landkreis Goslar setzt auch in diesem Jahr seine Anstrengungen zur Bekämpfung der giftigen Herkulesstaude fort. Geplant ist, die auch als Riesen-Bärenklau bekannte Pflanze, zunächst an drei besonders betroffenen Bereichen in Clausthal-Zellerfeld zu vernichten.

Konkret handelt es sich dabei um die ehemalige Schneekippe an der Bundesstraße 242, die alte Hausmülldeponie am Ottiliae-Schacht und das Gewerbegebiet „Pulverhaus“. An allen drei Standorten soll die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze durch den Einsatz des abbaubaren Pflanzenschutzmittels „Garlon“ zurückgedrängt werden. Die untere Naturschutzbehörde (uNB) empfiehlt, die betroffenen Bereiche im Zeitraum der Aktion zu meiden und Hunde an der Leine zu führen, wie es nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) ohnehin noch bis zum 15. Juli vorgeschrieben ist.

In anderen Teilen des Kreisgebietes, wie beispielsweise im Naturschutzgebiet Oker- und Eckertal, wird der Herkulesstaude mechanisch - mit dem Spaten oder der so genannten Heißwasser-Methode – auf den Leib gerückt.

Nähere Informationen zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklau und anderer invasiver Arten werden in der „Konzeption zum Umgang mit Neophyten und Neozoen im Landkreis Goslar unter Berücksichtigung von kreisübergreifenden Aspekten“ dargestellt. Dieses von der unteren Naturschutzbehörde entwickelte Konzept wird dem Kreistag am 1. Juli zur Entscheidung vorgelegt, und bei positivem Beschluss auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht.

 

Hintergrundinformationen:

Die Herkulesstaude mit den großen weißen Schirmblütenständen wird bis zu drei Meter hoch und gehört zu den Neophyten, die auf der Unionsliste der EU stehen und so lange zurückgedrängt werden sollen, bis sie eine naturverträgliche Populationsstärke aufweisen. Zum einen verdrängen sie die heimische Flora und zum anderen ist ihr Pflanzensaft phototoxisch, das heißt dieser wirkt insbesondere bei Sonnenschein wie ein schwerer Sonnenbrand auf der menschlichen Haut und kann so zu erheblichen Verletzungen führen.