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07.12.2018
Landkreis will Integration vor Ort stärken


Kreisverwaltung erarbeitet mit Partnern ein Integrations- und Teilhabekonzept

Welche Ziele steckt sich der Landkreis Goslar für die Integration und Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger? Diese Frage wurde am 30. November 2018 während einer Dialogveranstaltung im Kreishaus diskutiert.

Erste Antworten wurden gefunden – nun wird bis Anfang 2019 ein Integrations- und Teilhabekonzept erarbeitet. Unterstützt wird der Landkreis bei diesem Vorhaben von der Robert Bosch Stiftung und Ramboll Management Consulting im Programm Land.Zuhause.Zukunft.

Gelebte Bürgerbeteiligung 

Innovativ war das Format der Veranstaltung - der Landkreis entschied sich für einen offenen Beteiligungsprozess. So wurde deutlich: die Integration von Migrantinnen und Migranten ist auch heute noch ein relevantes Thema. Rund 70 Personen folgten der Einladung zum Dialog, unter ihnen Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Bildungsinstitutionen und der Arbeitsverwaltung aber auch Neuzugewanderte selbst.

Thomas Brych, Landrat, betonte zu Beginn der Veranstaltung: „Ein Integrationskonzept muss unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Deshalb stellen wir den Prozess auf so breite Füße und beteiligen alle relevanten Akteure im Landkreis Goslar.“ Dass Integration für den Landkreis einen hohen Stellenwert hat, zeigte die Präsenz der Politik: Neben Thomas Brych nahm auch Regine Körner teil – beide blieben bis zum Schluss des Dialogs und diskutierten mit.

Integration als beidseitiger Prozess 

Bereits zu Beginn waren sich die Teilnehmenden einig: Integration ist ein beidseitiger Prozess. Nicht nur Neuzugewanderte, sondern alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis sind dafür verantwortlich, dass das Zusammenleben gelingt.

Konkrete Ideen für eine verbesserte Integration wurden dann in Kleingruppen zu den Themen „Bildung und Sprache“, „Arbeitswelt und Wirtschaft“, „Ehrenamt und Zivilgesellschaft“, „Empowerment“, „Gesundheit“ und „Wohnen und Leben vor Ort“ gesammelt. „Durch den Dialog zum Integrations- und Teilhabekonzept wird im Landkreis deutlich, wo wir aktuell stehen und was wir noch brauchen. Jetzt haben wir die notwendige Transparenz, um unsere gesteckten Ziele anzugehen“, fasst Quartiersmanagerin Claudia Körner zusammen.

Die Stiftung unterstützt gezielt Landkreise

Neben der Entwicklung des Integrations- und Teilhabekonzepts unterstützt die Robert Bosch Stiftung ein Modellprojekt zum interkulturellen Coaching in Arbeit und Ausbildung sowie Kleinstprojekte im Landkreis Goslar. Weitere fünf Landkreise erproben im Programm Land.Zuhause.Zukunft innovative und zukunftsfähige Ansätze für die Integration und Teilhabe von Neuzuwanderern in ländlichen Räumen – unter ihnen auch der Landkreis Harz. Warum sich die Stiftung engagiert, fasst Raphaela Schweiger, Senior Projektmanagerin im Bereich Gesellschaft, zusammen: „Integration und Teilhabe sind gesellschaftliche Daueraufgaben, die wir gemeinsam angehen müssen. Nachhaltige Konzepte und Strategien helfen dabei, sich zu vergewissern, wo man steht und verbindliche Maßnahmen für die Zukunft zu entwickeln.

Mehr zum Programm Land.Zuhause.Zukunft erfahren Sie unter: www.bosch-stiftung.de/de/projekt/landzuhausezukunft

Stimmen der Teilnehmenden – Dialogveranstaltung zum Thema „Integrationsleitlinien“

Ein Thema – verschiedene Perspektiven. Gäste der Dialogveranstaltung „Integrationsleitlinien“ berichten, warum sie sich für eine gelebte Integration und Teilhabe im Landkreis Goslar einsetzen. 

Dabei wird deutlich: Ein Dialog ist wichtig, um voneinander zu lernen, Strategien aufeinander aufzubauen aber auch Herausforderungen zu benennen. Ermöglicht wird ein verstärkter Austausch durch das Programm Land.Zuhause.Zukunft der Robert Bosch Stiftung.

            

Landrat Thomas Brych:

"Ein Integrationskonzept muss unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Deshalb stellen wir den Prozess auf so breite Füße und beteiligen alle relevanten Akteure im Landkreis Goslar. Integration ist kein Selbstläufer, sondern braucht beiderseitige Anstrengungen. Was das genau bedeutet, wollen wir in den neuen Integrationsleitlinien festschreiben."

Erste Kreisrätin Regine Körner:

"Erfolgreich ist ein Integrationskonzept dann, wenn es gelebt wird. Das bedeutet für mich: Gesellschaftliche Teilhabe von allen Bürgerinnen und Bürgern ist eine Grundvoraussetzung. Der Schlüssel ist dabei immer der Spracherwerb und der gemeinsame Austausch – für beides setze ich mich ein!"

         

Nathalie Stamerjohanns und Christina Becker (Ausländerbehörde LK GS):

"Integration heißt auch, dass Neuzugewanderte sich eigenständig engagieren."

Claudia Körner (Quartiersmanagerin):

"Durch den Dialog zum Integrations- und Teilhabekonzept wird im Landkreis deutlich, wo wir aktuell stehen und was wir noch brauchen. Jetzt haben wir die notwendige Transparenz, um unsere gesteckten Ziele anzugehen."

         
        

Michaela Grube (Oberschule Seesen):

"Durch den Austausch weiß ich nun mehr zu Angeboten in den Bereichen der Lebenshilfe, Freizeitgestaltung und Gesundheit. Mit diesem Wissen kann ich die Integration meiner Schülerinnen und Schüler besser fördern."

 

Quelle: Gemeinsame Presseinfo Landkreis Goslar / Robert Bosch Stiftung / Ramboll Management Consultin