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Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (Sozialhilfe)

Aufgabe der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern. Weiteres Ziel ist, den behinderten Menschen die Teilhabe am Leben in  der Gemeinschaft zu ermöglichen und ihn zu einem weitgehend selbständigen Leben zu befähigen.

Rechtsgrundlage und Definition


Menschen sind im Sinne von § 53 Absatz 1 SGB XII in Verbindung mit § 2 Absatz 1 SGB IX behindert, wenn

  • ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen     und
  • die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft wesentlich beeinträchtigt ist     und
  • beides in einem ursächlichen Zusammenhang steht.

Leistungen der Eingliederungshilfe

Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe gehören insbesondere:


Anspruch auf Eingliederungshilfe haben Personen, die nicht nur vorübergehend geistig, seelisch oder körperlich wesentlich behindert sind oder von einer solchen Behinderung bedroht sind und die aufgrund ihrer Behinderung eine wesentliche Teilhabebeeinträchtigung haben. Beurteilungsgrundlagen sind neben der gesundheitlichen Situation und der medizinischen Diagnose die mit der Behinderung verbundene Störung von Funktionen und Fähigkeiten und die konkrete Einschränkung der Teilhabefähigkeit einschließlich maßgeblicher Kontextfaktoren. Der konkrete - individuell auf die Bedürfnisse des behinderten Menschen abgestimmte – Hilfebedarf wird im Rahmen einer Ziel- und Hilfeplanung ermittelt.
Die Leistungen der Eingliederungshilfe sind gegenüber den Leistungen anderer Sozialleistungsträger / Rehabilitationsträger (z. B. Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Arbeitsagentur, Unfallversicherungsträger) nachrangig.

Bei seelisch behinderten Kindern und Jugendlichen sind Leistungen der Jugendhilfe nach § 35 a Sozialgesetzbuch, Achtes Buch – Kinder- und Jugendhilfe vorrangig.

Die Eingliederungshilfe ist eine Leistung der Sozialhilfe. Grundsätzlich sind Leistungen der Sozialhilfe einkommens- und vermögensabhängig. Dies gilt grundsätzlich auch für die Eingliederungshilfe. Bei bestimmten Leistungen der Eingliederungshilfe hat der Gesetzgeber die Anrechnung aber auf die anteiligen Kosten des Lebensunterhalt es begrenzt (§ 92 Abs. 2 SGB XII).

Weitere allgemeine Informationen Sie im Bericht zur Sozialplanung für die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen im Landkreis Goslar.

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An wen muss ich mich wenden?

Beim Landkreis Goslar werden Leistungen der Eingliederungshilfe im Fachbereich Familie, Jugend und Soziales, Fachgruppe Hilfe für kranke und behinderte Menschen bearbeitet.

Sie können den Antrag aber auch bei ihrer Gemeinde abgeben. Diese ist verpflichtet, den Antrag an den Landkreis Goslar weiterzuleiten.

Eine detaillierte Übersicht der Zuständigkeiten finden Sie hier.

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Welche Unterlagen werden benötigt?

Je nach Sachverhalt benötigen Sie z.B.

  • Nachweis über die Behinderung
  • sämtliche Einkommensnachweis
  • Nachweise über die Kosten der Unterkunft und Vermögensnachweis (z.B. Bankauskunft)


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