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22.11.2022
Umweltmedizinisches Gutachten soll fortgesetzt werden


Ausschuss für Bauen und Umwelt bereitet Weg für kreisweites Ausrollen der so genannten BLENCA-Studie / Kreistag trifft Entscheidung am 12. Dezember

Etwas mehr als eine Stunde tagte am vergangenen Donnerstag der Ausschuss für Bauen und Umwelt des Landkreises Goslar unter dem Vorsitz von Dr. Friedhart Knolle.

Neben der Vorstellung der Eckdaten für den Haushaltsplan 2023 befassten sich die Kommunalpolitiker unter anderem mit der Fortsetzung des Umweltmedizinischen Gutachtens „Oker/Harlingerode“, was einstimmig beschieden wurde. Insgesamt stehen nun – vorausgesetzt der Kreistag folgt der Beschlussempfehlung - rund 240.000 Euro zur Verfügung, um weitere Ursachen- und Folgenforschung mit Blick auf die erhöhten Blutbleigehalte bei Schulkindern zu betreiben.

Landrat Dr. Alexander Saipa hatte bereits im Frühjahr - kurz nach Vorstellung der Untersuchungsergebnisse der so genannten BLENCA-Studie – angekündigt, dass weitere Forschungen angezeigt wären und entsprechende politische Beschlüsse gefasst werden müssten.

Bei der Fortsetzung des umweltmedizinischen Gutachtens soll die Stichprobe deutlich vergrößert und Kinder aus dem gesamten Kreisgebiet untersucht werden. Organisatorisch und logistisch sollen diese an die Schuleingangsuntersuchungen von September 2023 bis Juni 2024 angebunden werden.

Mit der Durchführung der Studie werden abermals die Forscher des Uniklinikums der Ludwigs-Maximilian-Universität München beauftragt.

Darüber hinaus wurde den Ausschussmitgliedern das Ergebnis eines Kundenmonitorings aus dem Bereich Baugenehmigungen vorgestellt, dessen Durchführung sich über einen Zeitraum von vier Jahren (2018 bis 2022) erstreckte. Anke Ristau, Leiterin des Fachdienstes Bauen in der Goslarer Kreisverwaltung führte aus, dass die Kundenbefragung neben vielen positiven Aspekten auch Verbesserungsbedarf aufgedeckt hat. So wurden beispielsweise die teils überdurchschnittlich langen Bearbeitungszeiten kritisiert. Ferner wurde auch eine Ausweitung des bestehenden Informationsangebotes angeregt.

Um eine Verschlankung der Prozesse zu erreichen und gleichzeitig den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, arbeitet die Baubehörde aktuell an der Einführung der digitalen Bauakte. Margarethe Brandt, Leiterin der Fachgruppe Technik, informierte den Ausschuss über die ausgewählte Anwendung „ITeBAU“ der ITEBO GmbH und berichtete, dass der Start der Testphase kurz bevorstehe. Digitale Bauanträge – so sieht es der aktuelle Fahrplan vor – sollen ab Frühjahr kommenden Jahres gestellt werden können.

Dr. Walter Schmotz, Leiter der unteren Bodenschutzbehörde des Landkreises, gab einen kurzen Sachstandbericht zum „Runden Tisch Bollrich“, der sich mit den Sanierungsfällen „Absitzbecken Bollrich“ sowie den Deponien Paradiesgrund und Formsandgrube befasst. In der ersten Zusammenkunft des Runden Tisches Ende Juni dieses Jahres ging es laut Schilderung von Dr. Schmotz zunächst um die Klärung von Zuständigkeiten. Mit am Tisch sitzen Vertreter des Umweltministeriums, der Staatlichen Gewerbeaussicht (GAA) Braunschweig, der dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Stadt Goslar sowie des Landkreises Goslar.

Im Juli schloss sich eine vorgezogene Begehung der Absitzbecken, mit Dammbauwerken und Abflussanlagen an. Dabei wurden Unterhaltungsmaßnahmen sowie die Beauftragung eines Standsicherheitsgutachtens abgestimmt.

Zum Abschluss der Sitzung gab der Ausschuss noch die einstimmige Empfehlung in Richtung des Kreistages, das Kreisstraßeninvestitionsprogramm für die Jahre 2023 bis 2026 zu beschließen.