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30.11.2021
Landkreis ruft Corona-Warnstufe 2 aus


Das Corona-Infektionsgeschehen lässt keine andere Wahl zu. Sowohl die lokale Sieben-Tage- als auch die landesweite Hospitalisierungsinzidenz haben die Grenzwerte überschritten, die den Landkreis Goslar laut Niedersächsischer Corona-Verordnung dazu verpflichten, die Regeln abermals zu verschärfen und die Warnstufe 2 auszurufen. Ab Mittwoch, 1. Dezember, greifen die neuen Maßnahmen.

Für Landrat Dr. Alexander Saipa ist es bereits die zweite Regelverschärfung in seiner rund vier Wochen währenden Amtszeit. „Die Corona-Lage ist absolut besorgniserregend, wenngleich unsere Infektionszahlen glücklicherweise noch hinter denen der Nachbarlandkreise zurückstehen. Dies sollte uns aber auf keinen Fall zu leichtfertigem Handeln verleiten. Die Lage ist ernst, und wir müssen weitere Schritte einleiten, damit die Situation nicht vollkommen aus den Fugen gerät. Neben der Verschärfung der Warnstufe liegt unser Augenmerk auch auf der Beschleunigung der Impfkampagne. Leider liegen jedoch nicht alle Rahmenbedingungen ins unserer Hand“, verweist der Verwaltungschef beispielsweise auf die schleppende Impfstoffversorgung seitens des Bundes.

Mit Inkrafttreten der zweiten Corona-Warnstufe gilt ab morgigen Mittwoch in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die so genannte 2G-Plus-Regel. Das bedeutet, dass fortan auch Geimpfte und Genesene beispielsweise beim Friseur- oder Restaurantbesuch einen tagesaktuellen Corona-Negativtest vorweisen müssen.

Landrat Dr. Saipa ist sich im Klaren, dass die Ausweitung der Testpflicht keine Begeisterungsstürme auslösen wird, zumal geimpfte und genesene Personen somit einen Vorteil verlieren, den sie aufgrund ihres Status bislang innehatten. „Die Testpflicht vor dem Restaurantbesuch ist sicherlich unerfreulich, doch muss mit Blick auf das gegenwärtige Infektionsgeschehen umgesetzt werden. Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger die Regeln einzuhalten, ferner möchte ich für freiwillige Kontaktbeschränkungen werben. Treffen Sie sich bitte mit so wenigen Personen wie möglich. Wichtig ist auch die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln. Das ist immer noch effektiv“, sagt Landrat Dr. Saipa.

Neben der Einführung der 2G-Plus-Regel gilt ab Morgen auch eine verschärfte Maskenpflicht. Die OP-Masken sind in vielen Bereichen gegen FFP2-Masken zu tauschen.

Mit Blick auf die vorhandenen Testkapazitäten berichtet Dr. Saipa, dass es im Kreisgebiet aktuell 45 Corona-Schnelltest-Stationen gibt. Beim Gesundheitsamt liegen darüber hinaus zehn Anfragen für die Eröffnung neuer Schnelltest-Stationen vor. „Ob wir mit diesen Kapazitäten auskommen werden, vermag ich nicht abschließend zu sagen. Die Verfügbarkeit von Laienselbsttests ist gegenwärtig auf jeden Fall eingeschränkt. Der Markt wird sicherlich darauf reagieren. Wir können das jedoch nicht beeinflussen“, so Dr. Saipa.

Für die Tests am Arbeitsplatz gilt ferner, dass der Arbeitgeber unter Beachtung der Anforderungen des Datenschutzes geeignete Beschäftigte oder Dritte mit der Beaufsichtigung und Dokumentation von Corona-Tests beauftragen kann.

Die gleiche Option haben im Übrigen auch Sportvereine, Restaurant- oder Hotelbetreiber. Im Hotel, Restaurant oder Sportverein kann demnach auch ein Selbsttest unter Aufsicht einer entsprechend eingewiesenen Person durchgeführt werden. Sofern dies nicht angeboten wird, seitens des Arbeitgebers, des Sportvereins oder auch des Restaurant- oder Hotelbetreibers besteht dazu auch keine Verpflichtung, muss ein Nachweis von einer offiziellen Teststation vorgelegt werden.

Was gilt im Einzelnen:

  • Bei Zusammenkünften, Veranstaltungen und privaten Feiern gilt bei einer Teilnehmerzahl von mehr als 15 Personen die 2G-Plus-Regel im Innenbereich. Kontaktdaten sind zu erfassen. FFP2-Maske bis zum Sitzplatz

  • In der Gastronomie gilt im Innenbereich 2G-Plus. In der Außengastronomie 2G. FFP2-Maskenpflicht bis zur Einnahme des Sitzplatzes im Innenbereich. Die Kontaktdaten sind zu erfassen.

  • Im Beherbergungsgewerbe (Hotels, Pensionen etc.) gilt 2G-Plus im Innenbereich (Test bei Anreise und 2x wöchentlich) und 2G im Außenbereich. FFP2-Maskenpflicht im Innenbereich. Kontaktdaten sind zu erfassen.

  • Bei körpernahen Dienstleistungen (Friseur, Physiotherapie etc.) gilt 2G-Plus im Innen- und 2G im Außenbereich. Ausgenommen davon sind medizinisch notwendige Dienstleistungen und Blutspendetermine. FFP2-Maskenpflicht im Innenbereich. Kontaktdaten sind zu erfassen.

  • Bei Sportanlagen in geschlossenen Räumen (generell Duschen und Umkleiden) gilt 2G-Plus. Im Außenbereich greift 2G. FFP2-Maskenpflicht außer beim Sporttreiben. Dokumentation der Kontaktdaten in Hallenbädern u. ä. Einrichtungen.

  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden gilt 2G-Plus im Innenbereich. 2G unter freiem Himmel. FFP2-Maskenpflicht auch beim Sitzen. Kontaktdaten sind zu erfassen.

  • In Kinos, Theatern, Kultureinrichtungen, Zoos und Freizeitparks gilt 2G-Plus im Innen- und 2G im Außenbereich. Kontaktdaten sind zu erfassen.

  • Bei Großveranstaltungen mit über 5.000 Teilnehmenden gilt im Innenbereich 2G-Plus. Unter freiem Himmel richten sich die Bestimmungen nach 2G. FFp2-Maskenpflicht auch im Sitzen. Ausgabe personalisierter Tickets.

  • Bei Weihnachtsmärkten gilt 2G-Plus im Innen- und bei Bewirtung auch im Außenbereich. Die FFP2-Maskenpflicht greift generell (auch im Sitzen)

  • In Clubs, Diskotheken etc. gilt 2G-Plus im Innenbereich und 2G im Außenbereich. FFP2-Maskenpflicht auch beim Sitzen. Auslastung darf bei 50 Prozent liegen. Kontaktdaten sind zu erfassen.

  • Wichtig: 2G-Plus, 2G und 3G gilt nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre.

Die vollständige Allgemeinverfügung zur Feststellung der Warnstufe 2 sowie Übersichten zu den aktuellen Regeln sind im Internet auf der Corona-Infoseite des Landkreises (www.landkreis-goslar.de) abrufbar.