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17.12.2018
Politikstunde im Kreistagssaal


40 Achtklässler(innen) des Goslarer Ratsgymnasiums informieren sich beim Landkreis über die Aufgaben der Verwaltung und die Rolle der Politik

Welche Aufgaben hat der Landkreis Goslar? Wie setzt sich der Kreistag zusammen? Was bedeutet kommunale Selbstverwaltung? Oder was macht eigentlich ein Landrat?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich am Donnerstag 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8c des Goslarer Ratsgymnasiums bei einem Besuch in der Goslarer Kreisverwaltung.

Die Klassen der Lehrer Kai Hunstock und Norman Hodalsky behandeln im Politikunterricht aktuell das Thema „Politik in der Gemeinde“ und haben sich bei dieser Gelegenheit beim Landkreis aus erster Hand informiert.

Zunächst stellte Landkreissprecher Maximilian Strache den Aufbau und die Aufgaben der Verwaltung dar und erläuterte anhand von praxisnahen Beispielen wie der Sanierung von Kreisstraßen, der Modernisierung von Schulen oder dem Naturschutz, wie umfangreich der Zuständigkeitsbereich der Verwaltung ist.

Im Mittelpunkt des Schülerinteresses, das spiegelte sich auch in den zahlreichen Fragen wider, standen jedoch die Rolle und Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Arbeit der Verwaltung. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler unter anderem wie sich der Kreistag zusammensetzt, welche Mehrheitsverhältnisse bestehen, welche Funktionen die verschiedenen Fachausschüsse übernehmen und wie die Politik ihre Vorstellungen und Vorhaben einbringt.

Höhepunkt für die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten war schließlich die Fragestunde mit Landrat Thomas Brych. Der Chef der Goslarer Kreisverwaltung, der dieses Amt bereits seit mehr als fünf Jahren ausübt, erläuterte den interessierten Besuchern unter anderem wie ein Arbeitstag von ihm abläuft, was es bedeutet den Landkreis nach außen zu repräsentieren und natürlich wie man überhaupt Landrat werden kann.

Landrat Thomas Brych freute sich über den Besuch des Ratsgymnasiums und das nicht, weil er dort selbst die Schulbank drückte. Vielmehr bewertete der Landrat das Unterrichtskonzept als sinnvoll, denn einen Eindruck von der komplexen Aufgabenstruktur einer großen Verwaltung verschafft man sich am besten, wenn man direkt mit den Akteuren in Kontakt tritt. „Die Informationsfülle war natürlich groß, aber dadurch haben die Schüler meiner Meinung nach einen guten Einblick in die Funktionsweise einer Kommunalverwaltung und die Gestaltungsspielräume der Politik erhalten“, so das Fazit von Landrat Thomas Brych.

Und vielleicht können die Schülerinnen und Schüler die Informationen aus dem Kreishaus auch gleich in einem Projekt anwenden, das sie aktuell im Unterricht bearbeiten. Eine ihrer Aufgaben besteht nämlich darin im Rahmen eines fiktiven Rollenspiels die Gründung eines Dorfes umzusetzen. Dabei gilt es unter anderem Einnahmequellen zu eruieren oder die dörfliche Infrastruktur zu organisieren.