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07.11.2018
Von 0 auf 100: Tooltechnology in Seesen startet durch


Erfolgreiche Neugründung eines Werkzeugherstellers

Die Vita des 54-jährigen Andreas Richert, Gründer und alleiniger Gesellschafter der Tooltechnology GmbH in Seesen, kann sich sehen lassen: Er hat Maschinenbau an der TU Clausthal gelernt, war 22 Jahre als Werkzeugmacher bei der Osteroder Firma Formtech tätig, später zuständig für Vertrieb, Qualitätssicherung und stellvertretende Fertigungsleitung. Seit 2011 war er für den Aufbau neuer Standorte für Funke Werkzeugbau verantwortlich ehe er im Dezember 2017 sein eigenes Unternehmen, die Tooltechnology GmbH, gründete. Mit einer Investitionssumme von rund 1,1 Millionen Euro startete Richert sein Vorhaben. Sein guter Name in der Branche, seine persönlichen Kontakte und die vielseitigen Kenntnisse für alle wesentlichen Bereiche des Unternehmens brachten ihm große Unterstützung ein, die nunmehr in einem ersten erfolgreichen Geschäftshalbjahr mündet.

„Der Standort in Seesen ist optimal“, zeigt sich Richert begeistert. Die direkte Anbindung an die Autobahn und die Nähe zu namhaften Kunden aus den Bereichen Automotive und Energie haben sich bewährt. Die Wahl des Standortes kam über einen persönlichen Kontakt zum CNC-Fräshersteller Wemas zustande, in dessen direkter Nachbarschaft Tooltechnology nun ansässig ist.

Die Geschäfte aufgenommen hat Richert in einem 3-köpfigen Team Anfang 2018, heute sind mittlerweile 16 Mitarbeiter im 3-Schicht-Betrieb aktiv, darunter auch zwei Mitarbeiterinnen in der Verwaltung. Dankbar ist er für die Unterstützung durch Herrn Feg und Frau Voss von der Nord LB, die sich von seiner Idee schnell haben überzeugen lassen. „Beide haben einen super Job gemacht“, so Richert. „Und mit Zahlen ganz dicht am Finanzplan bestätige ich ihr Vertrauen.“

Vertrauen in die Idee steckte auch Reinhard Schwarzer von der Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH & Co. KG (WiReGo). Mit seiner Unterstützung wurde eine Investitionsförderung seitens des Landes Niedersachsen von rund 300.000 Euro ermöglicht. Für das Wachstum des Unternehmens zeichnet sich bereits jetzt die Anschaffung einer weiteren Fräsmaschine ab. Dank der sehr guten Unterstützung auch seitens Wemas konnte die Fertigung zügig aufgenommen werden, so dass bereits im ersten Halbjahr ein Umsatz von 1,1 Millionen Euro erreicht wurde. Mittelfristiges Ziel für das Unternehmen ist eine Anzahl von 20 Mitarbeitern und zwei Auszubildenden.

Auf die Frage, wieso Richert mit über 50 noch das Risiko der Selbständigkeit eingeht kommt eine klare Antwort: „Ich möchte zeigen, dass Unternehmensführung besser geht.“ Gemeint ist der Umgang mit Fachpersonal, wo er ein großes Delta im Bereich Entgegenkommen sieht. Als Familienvater weiß Richert, dass es auch neben dem Job wichtige Dinge im Leben gibt. So möchte er seinen Mitarbeitern eine faire, gesicherte Arbeit bieten, die genügend Raum zur Entfaltung bietet. Selbstorganisierte Schichten, übertarifliche Bezahlung, Unterstützung bei der Vereinbarung von Familie und Beruf sowie Motivation durch Menschlichkeit sind seine Zutaten für den Erfolg. Fachkräftemangel ist für ihn kein Thema. Und auch für die Nachfolge ist bereits gesorgt: Sein 9-jähriger Sohn Julius soll in die Fußstapfen des Vaters treten – „doch ein bisschen muss ich ja noch“, sagt Richert mit einem Augenzwinkern.

© Tooltechnology GmbH 

Quelle: WiReGo - Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH & Co. KG