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Umwelt und Gesundheit im Gebiet Oker / Harlingerode

Bild Oker/Harlingerode
© Landkreis Goslar 

Quelle: Landkreis Goslar

Hintergrund

Wegen der in den letzten Jahren verstärkt geäußerten Beschwerden über die Geruchsbelästigung im Raum Oker/Harlingerode und der Besorgnis der Bevölkerung, dass aufgrund der gesamten Umweltbelastung in diesem Gebiet gesundheitliche Probleme auftreten könnten, hat der Kreistag am 17.12.2018 beschlossen, ein Umweltmedizinisches Gutachten für den Raum Oker/Harlingerode erstellen zu lassen. Dazu soll zunächst eine Machbarkeitsstudie durch das Landesgesundheitsamt erstellt werden. Mit der Durchführung der Aufgaben wurden die Fachbereiche 6, Fachdienst Umwelt und Fachbereich 7, Fachdienst Gesundheit beauftragt.

Gründung einer Projektgruppe

Die Bearbeitung wurde unmittelbar nach dem Beschluss begonnen. Ein erstes fachliches Abstimmungsgespräch mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) wurde in der 2. Kalenderwoche 2019 in Hannover durchgeführt und in der 3. Kalenderwoche fand die konstituierende Sitzung der Projektgruppe „Umwelt-Medizin“ statt, in der die Bearbeitung koordiniert werden soll. Die Leitung der Projektgruppe wird vom Amtsarzt, Herrn Dr. Hepp (Fachbereich 7, medizinische Leitung) und Herrn Dr. Schmotz (Fachbereich 6, organisatorische Leitung) wahrgenommen. In der Projektgruppe arbeiten neben den Vertretern des Landkreises Goslar (Herr Höfert, FB 7, gesundheitlicher Umweltschutz und Herr Sonnemann, FB 6, Geschäftsführung) auch Vertreter des NLGA und des für die Überwachung der Industriebetriebe zuständigen Gewerbeaufsichtsamtes Braunschweig mit. 

Berufung eines Projektbeirates

Um die Projektgruppe bei der genauen Zielbestimmung zu unterstützen und die Arbeiten zu begleiten, hat der Landrat zusätzlich einen Fach-/Projektbeirat einberufen. Diesem Beirat gehören Vertreter bzw. Vertreterinnen der betroffenen Städte Goslar und Bad Harzburg, der Interessenvertretungen Arbeitskreis Oker und PUR e.V. Harlingerode, den Umweltverbänden BUND und NABU sowie der regionalen Ärzteschaft an. Die erste gemeinsame Sitzung der Projektgruppe und des Beirates fand am 06.03.2019 im Kreishaus statt. 

Zeitplanung und "BLENCA-Studie"

Die Durchführung der Phase 2 (Probenahmen und Befragungen) waren entsprechend des Studiendesigns ursprünglich bis Herbst 2020 geplant. Allerdings musste dieser Zeitplan aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden. Um verwertbare Ergebnisse zu erhalten, ist es entscheidend, dass die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Oker und Harlingerode einen normal ablaufenden Schulbetrieb sowie ein gewöhnliches Spiel- bzw. Freizeitverhalten erleben. 

Die Probenahmen in den Grundschulen wird durch fachmedizinisches Personal der Ludwig-Maximilians-Universität München in der 47. Kalenderwoche (22. bis 25. November) durchgeführt. Um den Corona-Schutzbestimmungen sowie dem störungsfreien Schulalltag weitestgehend gerecht zu werden, sollen sämtliche Urinproben sowie die Blutprobe der Erziehungsberechtigten zu Hause entnommen werden. Eine entsprechende Pressemitteilung vom 27.10.2021 finden Sie hier

Hierfür ist eine entsprechende Aufklärung von Kindern und Erziehungsberechtigten enorm wichtig - So entstand die "BLENCA-Studie". 

BLENCA

Die Studie wird ausführlich auf der Homepage der Ludwig-Maximilians-Universität ( URL www.blenca.de ) vorgestellt. Hier finden Sie allerhand Informationen samt Erklärvideos zu der Studie wie auch zu der Durchführung der Probenahmen. Außerdem erhalten Sie entsprechende Einblicke auf der Homepage der Grundschule Oker sowie der Homepage der Grundschule Harlingerode


Ergebnisse aus der Projektgruppe

  • Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat im Juli 2019 eine Machbarkeitsstudie zu möglichen Untersuchungen fertiggestellt und in einer Sitzung der Projektgruppe und des Beirates am 31.07.2019 vorgestellt (das entsprechende Protokoll finden Sie hier). Das weitere Vorgehen wurde dabei  abgestimmt. Um belastbare/auswertbare Ergebnisse zu erhalten, soll ein Human-Biomonitoring (HBM) für den Raum Oker, Harlingerode und Göttingerode durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Untersuchungen sollen von Bürgerinnen und Bürgern Blut- und Urinproben auf Blei und Cadmium überprüft werden. Darüber hinaus sollen mittels Fragebögen Informationen zum Gesundheitszustand gesammelt werden. Die Teilnahme an den für das Jahr 2020 geplanten Untersuchungen bzw. Befragungen ist selbstverständlich freiwillig. Näheres können Sie dem Bericht zur Machbarkeitsstudie oder der dazugehörigen Pressemitteilung vom 01.08.2019 entnehmen. 

  • Das Konzept für das geplante Human-Biomonitoring (HBM) wurde von dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München erstellt und im Februar 2020 vorgestellt. Die entsprechende Presseinformation vom 22.11.2019 finden Sie hier.

  • Das Studiendesign wurde von dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München fristgerecht vorgelegt bzw. vorgestellt. Die Projektgruppe samt Beirat folgte einstimmig der vorgeschlagenen Vorgehensweise. Näheres können Sie dem Bericht zum Studiendesign sowie einer dazugehörige Pressemitteilung vom 04.03.2020 entnehmen.

Untersuchungen/Konzepte außerhalb der Projektgruppe

Auch außerhalb der Projektgruppe werden ebenfalls Konzepte entwickelt und Untersuchungen durchgeführt. Informationen hierzu finden Sie hier.

Weitere Verweise

  • Bereits in der Vergangenheit haben Informationsveranstaltungen zum diesem Thema stattgefunden. Informationen hierzu finden Sie hier.

 

  • Mehrfach ist über die Ereignisse in Oker / Harlingerode bereits berichtet worden. Die Pressemitteilungen finden Sie hier.

 

  • Sämtliche Protokolle zu den Fachbeiratssitzungen finden Sie hier.