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Informationen und Hintergründe zu Radon


Was ist Radon?

Radon ist ein Element und radioaktives Edelgas. Es kommt geogen (auf natürliche Weise in der Erde entstanden) in verschiedenen Mineralien vor und ist daher in Gesteinen und Boden enthalten. Das Isotop Radon-222 ist für die menschliche Gesundheit am relevantesten. Es entsteht über mehrere Zwischenschritte durch den Zerfall von Uran.

Durch längerfristiges Einatmen von Radon und seinen Zerfallsprodukten steigt das Lungenkrebsrisiko.

Radon kann durch den Untergrund in Gebäude eindringen und sich dort anreichern.

Als Maßnahmen zur Konzentrationsminderung gelten insbesondere regelmäßiges Lüften und eine Abdichtung ggü. dem Erdreich (Einhaltung anerkannter Regeln der Technik zum Feuchtigkeitsschutz, in Vorsorgegebieten ggf. weitere Maßnahmen). Bei Neubauten ist von Vornherein u.a. die Abdichtung ggü. dem Erdreich vorzusehen. Bei Sanierungen von Altbauten werden Messungen im Gebäude und eine Erkundung der Ursache der erhöhten Radonkonzentration empfohlen. Nähere Informationen hierzu können dem Radon-Handbuch Deutschland des Bundesamtes für Strahlenschutz entnommen werden. 

Das Strahlenschutzgesetz verpflichtet Staat, Arbeitgeber und Bauherren zu Maßnahmen zum Schutz vor Radon (siehe auch Radonmaßnahmenplan). 

Radon in unserer Region

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat im Juli 2019 per Erlass den NLWKN mit landesweit priorisierten Radonmessungen beauftragt. Aus den Ergebnissen sollten bis Ende 2020 „Radonvorsorgegebiete“ ausgewiesen werden, wenn die Konzentration den gesetzlichen Referenzwert von 300 Bq/m³ überschreitet. 

Im Dezember 2020 hat das zuständige Gewerbeaufsichtsamt aus den Ergebnissen im Landkreis Goslar die Gemeinden Goslar-Stadt, Clausthal-Zellerfeld und Braunlage per Allgemeinverfügung als Vorsorgegebiete festgelegt. Nähere Informationen können auf der Homepage des Nds. Lanbdesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingesehen werden.  

In Vorsorgegebieten gilt die Pflicht der Arbeitgeber, die Radon-Aktivitätskonzentration am Arbeitsplätzen in Keller und Erdgeschoss 12 Monate lang zu messen. Bei Referenzwertüberschreitung sind Maßnahmen zur Reduzierung zu ergreifen. Zuständig für die Überwachung der Pflichten ist das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat einen Leitfaden zum Thema Radon an Arbeitsplätzen in Innenräumen sowie ein Stufenkonzept geeigneter Maßnahmen für Arbeitgeber*innen entwickelt.  

Privathaushalte können sich bis 17.01.2021 zu kostenlosem Messprogramm des NLWKN anmelden (unabhängig, ob in Vorsorgebiet oder nicht). Hier findet sich u.a. ein Formular, in welches man seine Daten einträgt, damit man Exposimeter per Post zugeschickt bekommt, die man gemäß Anleitung für drei Monate im Haus positioniert. 

Da mindestens die Hälfte des dreimonatigen Messzeitraums in die Heizperiode fallen muss, um repräsentative Ergebnisse zu liefern, ist eine Anmeldung vorerst nur bis zum 17.01.2021 möglich. Danach können Sie sich für eine einjährige Langzeitmessung anmelden oder am nächsten Kurzeitmessprogramm im Herbst 2021 teilnehmen. Wenden Sie sich hierzu bitte an:

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

An der Scharlake 39

31135 Hildesheim