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Ehemalige Deponie Paradiesgrund

  

Deponie Paradiesgrund

In den 50iger Jahren wurde begonnen im Bereich einer ehemaligen Sandgrube die Deponie Paradiesgrund anzulegen. 

Bis 1974 wurde Hausmüll der Stadt Goslar abgelagert; parallel dazu u.a. Schlämme aus der Erzaufbereitung, Zelluloseschlämme und arsenhaltige Flugstäube.

Von 1975 bis 1978 wurden die Hausmüllabfälle des gesamten Landkreises Goslar abgelagert. Im südlichen Bereich befinden sich Schlammablagerungen der Stadt Goslar.

 

 

 

 

 

 

 

Die Basis der Deponie Paradiesgrund befindet sich im zentralen Bereich an den Festgesteinen der Aufrichtungszone des Harzer Vorlandes. Der hier früher abgebaute Hilssandstein ist ab einer Tiefe von etwa NN+ 210 m wasserführend und zu beiden Seiten des Ausstreichens (im NNW und SSO) von nicht wasserführenden Tonsteinen eingeschlossen. So strömt das Grundwasser in Richtung Ostsüdost zur Oker als Vorflut ab. An den Randbereichen liegt die Deponie auf quartären Sedimenten, in denen ein oberflächennäherer Grundwasserabfluss in Richtung Norden zur Abzucht erfolgt.

 Blick auf das Deponieplateau Paradiesgrund

Die Deponie ist mit einer etwa 1 m mächtigen Rekultivierungsschicht abgedeckt.

Seit dem 27.08.1978 befindet sich die Deponie Paradiesgrund in der Stilllegungsphase.

Nördlich der Deponie befindet sich in einem Grabenverlauf die Pflanzenkläranlage Paradiesgrund, die u.a. den Ammonium-Stickstoffgehalt der Deponiesickerwässer aus Paradiesgrund mittels eines Kombinationsfilters mit vertikaler und horizontaler Passage reduziert.

 

Übersicht Deponie Paradiesgrund

Aktueller Sachstandsbericht:

Derzeit finden weitere Untersuchungen zur Erkundung der hydrogeologischen Verhältnisse statt. Dazu wurden bereits zwei neue Messstellen (Doppelmessstellen) im nördlichen Bereich der Deponie errichtet.

Außerdem wurde die vorhandene Abdichtung der Nordflanke der Deponie durch Rammkernsondierungen erkundet:

a) zur Klärung, ob und inwieweit Deponiesickerwasser in den Untergrund einfließen kann

b) zur Prüfung der Funktionsfähigkeit der dort verbauten Drainagerigolen.

Die Untersuchungen ergaben, dass die Drainage saniert bzw. vertieft werden muss. Derzeit werden diverse Sanierungsvarianten geprüft.

Zur Aufklärung der Belastungssituation und der hydrochemischen Charakterisierung der Grundwasserleiter wird zurzeit ein Grundwassermonitoring durchgeführt.

Folgende Gutachten zur Deponie Paradiesgrund wurden erstellt:

Stand Juli 2018