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Gewässerunterhaltung

 
Gewässerunterhaltung
© Landkreis Goslar 
Wasser muss fließen - Mit dieser einfachen Aussage ist auch schon die Hauptaufgabe der Gewässerunterhaltung formuliert, nämlich der freie Wasserabfluss in Flüssen, Bächen und Gräben. In der Natur ist dies leider nicht selbstverständlich, sondern auch das Ergebnis einer vernünftigen und aktiven Unterhaltungsarbeit. Diese Arbeit hat zwar immer den freien Wasserabfluss im Blick, muss jedoch gleichzeitig eine Fülle unterschiedlichster Interessen berücksichtigen. Die nachstehenden Ausführungen geben einen Überblick über die Maßnahmen der Gewässerunterhaltung und zeigen einige Beispiele auf.

Die Gewässerunterhaltung ist erlaubnisfrei.

Welche Ziele verfolgt die Gewässerunterhaltung?

Hauptaufgabe der Gewässerunterhaltung ist es, den ungehinderten Wasserabfluss sicherzustellen. Dabei muss sie die Gesamtbedeutung eines Gewässers berücksichtigen und eine Balance herstellen zwischen den vielfältigen Interessen, Funktionen und Nutzungen eines Gewässers. Dazu zählen zum Beispiel:

  • der Hochwasserschutz,
  • die Abwasserableitung,
  • die Fischerei,
  • die Wasserversorgung,
  • die Erholungsnutzung,
  • der Lebensraum für Tiere und Pflanzen,
  • der Artenschutz,
  • der Naturhaushalt,
  • das Landschaftsbild,
  • Belange von Wohnsiedlungen, Landwirtschaft, Industrie.

Welche Unterhaltungsmaßnahmen gibt es?

Unterhaltungsmaßnahmen können unterhalb oder oberhalb der Wasseroberfläche durchgeführt werden. Alle Maßnahmen stehen unter der Vorgabe eines ungehinderten Wasserabflusses. Hier sind einige Beispiele:

  • Beseitigen von Abflusshindernissen (zum Beispiel umgestürzte Bäume, eingebrochene Ufermauern, Schlamm, Geröll).
  • Freihalten des Gewässerbettes (zum Beispiel von ins Gewässer ragenden Büschen und Bäumen).
  • Beseitigen von Verkrautungen im Wasser.
  • Schutz des Gewässerbettes und der Ufer vor Beschädigungen.
  • Erhalt und Pflege standortgerechter Ufergehölze (zum Beispiel Erlen, Weiden).
  • Erhalt und Verbesserung des Selbstreinigungsvermögens der Gewässer (zum Beispiel Anreicherung mit Sauerstoff, Fischbesatz).
  • Unterhaltung von Anlagen, die dem Wasserabfluss dienen (zum Beispiel Schöpfwerke, Schlammfänge).
  • Bekämpfung von Wühlmäusen und Bisamratten.

Es finden regelmäßig Gewässerschauen statt, an denen die Unterhaltungsverbände, die Gemeinden, die Naturschutzbehörde und die untere Wasserbehörde teilnehmen. Bei den Gewässerschauen werden evtl. Missstände gemeinsam festgestellt und direkt vor Ort Gegenmaßnahmen vereinbart.

Wer ist verantwortlich?

  • Die Eigentümer oder Anlieger eines Gewässers - Grundsätzliche Unterhaltungspflicht.
  • Die Gemeinde oder ein Wasser- und Bodenverband - Wenn sie/er bereits im Jahr 1960 unterhaltungspflichtig war.
  • Unterhaltungsverbände - Für Gewässer von überörtlicher Bedeutung. Im Landkreis Goslar gibt es derzeit 5 Unterhaltungsverbände (Stand 11/2003).

Externe Linksammlung

Präsentationen der Veranstaltung "Ökologische Gewässerunterhaltung" vom 01.10.2013

Literatur