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„Wilder Müll“ – Was ist das eigentlich? 

 
Kühlschrank und Abfallsäcke in freier Landschaft
Jeder von uns sieht sie täglich an den Straßenrändern, in den Straßengräben, an Waldwegen und Einfahrten, im Wald und in der freien Landschaft oder auch auf Gartengrundstücken: Achtlos weggeworfene Kleinteile oder gezielt abgelegte Müllsammlungen. Als „Wilder Müll“ werden Abfälle bezeichnet, für die sich niemand verantwortlich fühlt.
 
Die Palette der abgestellten oder weggeworfenen Abfälle ist groß: Bauabfälle, Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Fernseher, Hausmüll, Küchenabfälle oder auch der ausgediente fahrbare Untersatz sind nur einige Beispiele.
„Warum tun mündige Bürgerinnen und Bürger so etwas?“ werden Sie jetzt vielleicht fragen. Die Antwort ist so banal wie unverständlich: Häufig werden Abfälle illegal abgeladen, um Geld zu sparen! Ohne jegliche Rücksicht auf Schäden für Wasser und Boden, ohne Rücksicht auf den hässlichen Anblick oder Fragen der Hygiene wird die Allgemeinheit mit den Folgen belastet. Doch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wächst. Beinahe täglich gehen bei der unteren Abfallbehörde Beschwerden und Anzeigen über „Wilden Müll“ ein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen jedem Hinweis nach und sorgen dafür, dass die Rechnung der Umweltverschmutzer nicht aufgeht. Wie die Abläufe und Schwerpunkte dabei sind, können Sie im Folgenden lesen.

„Wilder Müll“ – Die Praxis

Wie läuft ein typisches Verfahren ab? 
 
Aufmerksame Mitmenschen, ob Spaziergänger, Autofahrer oder auch „offizielle Stellen“, informieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unteren Abfallbehörde über die festgestellte Müllablagerung.
In einem ersten Schritt recherchiert die untere Abfallbehörde nun den Verantwortlichen. Das ist zunächst die Person, die den Abfall illegal entsorgt hat. Was viele nicht wissen: Wenn diese Person nicht ermittelbar ist, ist der Grundstückseigentümer ebenso verantwortlich.
Der Verantwortliche wird über den festgestellten Verstoß informiert. Er erhält Gelegenheit, die Abfälle zu entsorgen oder sich zu dem Vorwurf zu äußern. Oft reicht diese Unterrichtung bereits aus und die Abfälle werden ordnungsgemäß entsorgt.
Wenn der Verantwortliche nicht reagiert, führt der Außendienstmitarbeiter des Fachdienstes Umwelt eine Kontrolle durch. Dabei können gezielt Fragen und Problemlösungen diskutiert werden. Häufig sorgt diese Beratung vor Ort bereits für Einsicht und Verständnis bei den Verantwortlichen.
Doch leider gibt es auch uneinsichtige Zeitgenossen. Diese erhalten eine schriftliche Anordnung. Damit werden Sie verpflichtet, die Abfälle innerhalb einer bestimmten Frist ordnungsgemäß zu entsorgen und einen entsprechenden Nachweis vorzulegen. Die Kosten für dieses Verfahren – durchschnittlich 250,- Euro - muss der Verantwortliche tragen.
Wenn eine ordnungsgemäße Entsorgung nicht nachgewiesen wird, kontrolliert der Außendienst erneut. Ist die Abfallablagerung weiterhin vorhanden, wird die Entsorgung als sogenannte Ersatzvornahme durchgeführt. Der Landkreis beauftragt ein Unternehmen, in der Regel die Kreiswirtschaftsbetriebe, die Abfälle zu entsorgen. Die Kosten für die Ersatzvornahme können mehrere hundert Euro betragen und werden selbstverständlich dem Verantwortlichen in Rechnung gestellt.
Die illegale Abfallbeseitigung ist immer eine Ordnungswidrigkeit. Bei sogenannten gefährlichen Abfällen handelt es sich sogar um eine Straftat ( § 326 Strafgesetzbuch). Bei Verstößen wird grundsätzlich ein Bußgeld- oder Strafverfahren eingeleitet. Das Bußgeld oder die verhängte Strafe kann noch einmal mehrere hundert Euro betragen.

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Wohin mit Autowracks?

Besonderes Augenmerk wird auf sogenannte „Autowracks“ gerichtet. Davon ist die Rede, wenn das Fahrzeug nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen darf, zum Beispiel wegen eines Unfalls oder wegen schwerer Mängel und wenn die Reparaturkosten des Autos seinen Wert übersteigen würden. Das gleiche gilt, wenn der Fahrzeugbesitzer eine an sich mögliche und wirtschaftlich sinnvolle Instandsetzung über einen längeren Zeitraum hinauszögert. Das Fahrzeug wird dann nicht mehrt der ursprünglichen Zweckbestimmung entsprechend verwendet und muss verwertet werden.
 
Autowracks gelten grundsätzlich als gefährlicher Abfall. Von ihnen gehen meist erhebliche Umweltgefahren aus. Im Motorraum sind häufig noch Reste von Altölen, Bremsflüssigkeiten und Frostschutzmitteln vorhanden. Autobatterien sind ebenfalls umweltgefährdend, da die eingesetzten Bleiakkus mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt sind.
Alle Altfahrzeuge, die nicht mehr genutzt werden, sind umweltgerecht zu entsorgen. Die illegale Beseitigung von Autowracks stellt immer eine Straftat dar. Bei Verstößen wird grundsätzlich Strafanzeige erstattet. Was viele nicht wissen: Autowracks als „Ersatzteilspender“ zu nutzen ist ebenfalls illegal und strafbar. Sie müssen bei zugelassenen Annahmestellen oder Demontagebetrieben abgegeben werden. Von diesen Betrieben erhält man auch einen sogenannten Verwertungsnachweis, der beim Straßenverkehrsamt vorgelegt werden muss. Im Landkreis Goslar sind verschiedene Unternehmen in dieser Branche tätig.

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Anerkannte Demontagebetriebe im Bereich des Landkreises Goslar:

  • Willi Bögershausen, Borsigstraße2, 38644 Goslar-Jerstedt, Telefon: 05321/84209
  • Susanne Freund, Halberstädter Straße 26, 38642 Goslar-Oker, Telefon: 05321/6018
  • SHEHU GmbH, Halberstädter Str. 30, 38644 Goslar, Telefon: 05321/68987777
  • Özbek Autorecycling, Halberstädter Str. 20, 38644 Goslar, Telefon: 05321/6866758
  • Car Recycling Harlingerode GmbH, Landstr. 51a, 38667 Bad Harzburg, Telefon: 0176-31755665

Eine Entsorgung kostet zwischen 80 € und 150 €.

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Wie entsorge ich richtig?

Sie haben es hier bereits gelesen: Unter dem Strich ist es immer kostengünstiger, Abfälle korrekt zu entsorgen. Ihre logische Frage wird daher sein: „Wie entsorge ich Abfälle richtig?“ Hier erhalten Sie einige Tipps:
 
Wichtig zu wissen ist, dass alle Abfälle aus privaten Haushalten dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger – im Landkreis Goslar sind das die Kreiswirtschaftsbetriebe – zu überlassen sind, wenn sie nicht selbst verwertet werden. „Welche Abfälle kann ich selbst verwerten?“ werden Sie jetzt vielleicht überlegen. In der Regel ist das nur bei Gartenabfällen, also bei Baum-, Strauch- und Rasenschnitt und bei bestimmten Küchenabfällen möglich. Diese können Sie auf dem eigenen Grundstück kompostieren. Dazu geben wir folgende Tipps:

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Bitte benutzen Sie ausschließlich Ihr eigenes Grundstück!

Insbesondere bei Grundstücken, die an Feld und Flur angrenzen, finden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unteren Abfallbehörde häufig Ablagerungen von Grünabfällen außerhalb des eigentlichen Grundstückes vor. Diese „Entsorgung über den Gartenzaun“ ist illegal und wird von der Behörde verfolgt.

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Kompostieren Sie richtig?

In vielen Fällen kann leider nicht von einem Komposthaufen gesprochen werden: Der Grünschnitt rottet vor sich hin, Sickersäfte treten aus und verschmutzen Bäche und Grundwasser. Das Material wird oft nicht umgesetzt. So kann es sich nicht in Kompost umwandeln. Die Reste können nur noch „in die Tonne wandern.“
Hinweise zum richtigen Kompostieren erhalten Sie bei den Kreiswirtschaftsbetriebe (Telefon: 05321/376706)


Für Abfälle, die Sie als Privatperson in keinem Fall selbst verwerten können und die leider häufig als „wild“ entsorgte Abfälle anzutreffen sind, finden Sie hier Tipps zur korrekten Entsorgung.

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Abfälle und deren korrekte Entsorgungswege

Altöl:
Rückgabe an Einzelhandel bei Neukauf

Asbesthaltige Platten:
Selbstanlieferung zur Abfallentsorgungsanlage „Im Heiligenholze“.
Besondere Anforderung: In Plastiksäcken oder –folie verpackt, nur nach vorheriger Absprache unter Telefon 05321/336310.
Besondere Schutzvorkehrungen sind zu beachten.

Autowrack:
Verwertung durch zertifizierte Demontagebetriebe.

Baum- und Strauchschnitt:
Fachgerechte Kompostierung auf dem eigenen Grundstück,
Sammlung durch die Kreiswirtschaftsbetriebe im Frühjahr und Herbst,
Selbstanlieferung zur Abfallentsorgungsanlage „Im Heiligenholze“,
Selbstanlieferung zum Kompostwerk Upen.

Batterien:
Rückgabe an den Handel
 
Bau- und Abbruchabfälle (zum Beispiel Ziegel, Steine, Holz, Tapetenreste, Styropor):
Entsorgung über Container der Kreiswirtschaftsbetriebe oder anderer Containerdienste,
Selbstanlieferung zur Abfallentsorgungsanlage „Im Heiligenholze“. 

Computer und Computermonitore:
Sperrmüllabfuhr durch die Kreiswirtschaftsbetriebe
 
Fahrzeugreifen:
Selbstanlieferung zur Abfallentsorgungsanlage „Im Heiligenholze“,
Rückgabe an Einzelhandel bei Neukauf.

Fernseher:
Sperrmüllabfuhr durch die Kreiswirtschaftsbetriebe.
 
Küchenherde, Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke:
Sperrmüllabfuhr durch die Kreiswirtschaftsbetriebe
 
Lackreste (flüssig):
Schadstoffmobil,
Selbstanlieferung zur Abfallentsorgungsanlage „Im Heiligenholze“.
 
Lackreste (trocken):
Restmülltonne