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Hochwasser

 
Okertalsperre
© Harzwasserwerke GmbH 

Hochwasserereignisse gehören zum Naturgeschehen. Sie treten neuerdings häufiger auf und es gibt in Expertenkreisen verbreitete Diskussionen über die Entstehungsgründe. Fest steht, dass Hochwasserschäden in einer Vielzahl von Fällen auf menschliches Handeln zurück zu führen sind. Durch Ansiedlungen in den Flusstälern hat sich der Mensch - bewusst oder unbewusst - in besonderer Weise dem Hochwasserrisiko ausgesetzt. Weitere Gründe sind in den Veränderungen der letzten Jahrzehnte im Wasserbau zu finden: Flusskanalisierungen und Flussbegradigungen wirken sich negativ auf den Wasserabfluss aus. Ursachen für einen beträchtlichen Anstieg der Hochwasserspiegel an den großen Strömen sind unter anderem:

  • die Verringerung von Überflutungsflächen durch Eindeichungen,
  • die Beschleunigung der Hochwasserwellen durch Verkürzen der Wasserläufe,
  • der Staustufenbau sowie
  • die zulaufenden Wassermengen aus den ebenfalls ausgebauten Nebenflüssen.


Aber auch kleinräumig kann es zu Hochwassersituationen kommen, wenn kein ausreichender Wasserrückhalt gewährleistet ist, zum Beispiel durch:

  • Ausdehnung von Siedlungsflächen,
  • intensive Landwirtschaft,
  • geschädigte Wälder in Berglagen,
  • Begradigung kleiner Fließgewässer.


Schwere Hochwasserschäden, wie zum Beispiel im Sommer 1998 in Seesen-Rhüden, im Juli 2002 in Bad Harzburg, Seesen-Rhüden und Vienenburg sowie im September 2007 in Seesen-Rhüden haben zu vielfältigen Vorsorgemaßnahmen geführt. Dazu gehören:

  • natürliche Überschwemmungsgebiete von Bebauung freizuhalten oder auch zurückzugewinnen,
  • Bodenverdichtung und -versiegelung zu begrenzen,
  • Niederschläge ortsnah zurückzuhalten und versickern zu lassen, 
  • kleine Nebengewässer zu renaturieren.
  • Über bauliche Schutz- und Vorsorgemaßnahmen in hochwassergefährdeten Gebiete informiert die Hochwasserschutzfibel (siehe Linksammlung) des Bundesverkehrsministeriums. Sie gibt Bauherren und Mietern wertvolle Hinweise für die Bau- und Verhaltesvorsorge und trägt dazu bei, größere Schäden zu verhindern und unnötige finanzielle Belastungen zu vermeiden. 


Talsperren als Ausgleich:

Einen Ausgleich zwischen dem extremen Hochwasser und Niedrigwasser schaffen im Westharz die sechs großen Talsperrenen Oder, Söse, Innerste, Grane, Oker und Ecker. Betreiberin dieser Talsperren ist die Harzwasserwerke GmbH. Sie erfasst Niederschläge, Temperaturen, Wasserstände, Zuflüsse und Abflüsse. 

Überschwemmungsgebiete im Landkreis Goslar

Überschwemmungsgebiete sind alle Flächen, die an oberirdische Gewässer grenzen und bei Hochwasser überschwemmt oder durchflossen werden und die zur Hochwasserentlastung und Rückhaltung dienen. Die Überschwemmungsgebiete können per Verordnung festgesetzt werden. Die Festsetzung soll einen schadlosen Hochwasserabfluss sicherstellen. Überschwemmungsgebiete müssen von Abflusshindernissen freigehalten werden, damit sich das Wasser nicht staut. Außerdem müssen ausreichend Rückhalteflächen für das Wasser, das nicht sofort abfließen kann, zur Verfügung stehen. Für die Wasserläufe Ecker, Innerste, Nette, Oder, Oker, Radau, Warne und Warme Bode sind Überschwemmungsgebiete festgesetzt.

Überschwemmungsgebiete im Landkreis Goslar vorläufige Neufestsetzung  

 

Für die Nette, Markau, Schildau, Oker und die Innerste hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Überschwemmungsgebiete berechnet und kartenmäßig die Gebiete darstellen lassen, die statistisch einmal in 100 Jahren überschwemmt werden. Die neuen Überschwemmungsgebiete wurden im Niedersächsischen Ministerialblatt veröffentlicht und gelten damit bis zur endgültigen Verordnung durch den Landkreis Goslar als festgesetzt.
  
 

Externe Linksammlung