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Datum: 12. Dezember 2022

Ukrainische Eltern informieren sich im Kreishaus über das Bildungssystem in Niedersachsen

Ausführliche Informationen zum niedersächsischen Bildungssystem, Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Bildungsbereich sowie die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen: Das alles bot in der vergangenen Woche eine Informationsveranstaltung für ukrainische Eltern im Kreishaus, zu der der Landkreis Goslar eingeladen hatte.

Kooperationspartner für die Veranstaltung waren die Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen/Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen und das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen, die Moderation auf Deutsch und auf Russisch übernahm Annemaria Kaiser, Bildungskoordinatorin beim Landkreis Goslar. Um den Eltern die Informationen herkunftssprachlich zu vermitteln, setzte das Organisationsteam zudem auf die Unterstützung mehrerer Sprachmittlerinnen und Sprachmittler.

Begrüßt wurden die Gäste im Kreishaus durch die Erste Kreisrätin Regine Breyther, sie gab einen kurzen Einblick in die aktuelle Situation an den Schulen im Landkreis Goslar: „Rund 85 Prozent der schulpflichtigen Kinder aus der Ukraine sind bereits in den Schulen angekommen. Insgesamt reden wir von etwa 400 Kindern. Im Vergleich mit anderen Landkreises ist das ein richtig guter Wert“, sagte sie. „Unser erklärtes Ziel ist es jedoch, die 100 Prozent zu erreichen. Und vielleicht kann die heutige Infoveranstaltung noch ein wenig dazu beitragen.“

Den Einstieg in die Veranstaltung bot der Vortrag in russischer Sprache von Olena Kozintseva, Referentin vom MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen. Anschließend stellten sich verschiedene Akteurinnen und Akteure aus dem Bildungsbereich vor, wie das Regionale Landesamt für Schule und Bildung, die Agentur für Arbeit, die Berufsbildenden Schulen im Kreisgebiet, das Familien- und Kinderservicebüro und die Bildungskoordination für Neuzugewanderte des Landkreises Goslar.

An Informationsständen standen die Expertinnen und Experten zudem für spezielle Fragen bereit: So erkundigten sich die Eltern beispielsweise zu Möglichkeiten, wie ihre Kinder die erforderlichen Sprachkenntnisse für eine Ausbildung erwerben können, welche individuelle Unterstützung es für Schülerinnen und Schüler im Landkreis Goslar gibt und welches die passende weiterführende Schule ist.

Bildungskoordinatorin Annemaria Kaiser zieht ein positives Fazit nach der Veranstaltung: „Der Bedarf an Informationen konnte beobachtet werden, die Eltern waren interessiert und stellten viele Fragen – und nicht immer nur zum Bildungsbereich“, sagte sie. Zudem sei aufgefallen, dass die Fragen ukrainischer Eltern teilweise denen deutschsprachiger Eltern ähneln. Eine weitere Informationsveranstaltung zu den verschiedenen Schulformen, die Schülerinnen und Schüler in Deutschland nach der Grundschule besuchen können, sei im Frühjahr 2023 denkbar, so Kaiser.