Schulausschuss votiert einstimmig für den Erhalt des Seesener Berufsschulstandortes
Antrag auf Einstellung der Wintersportförderung im Harz erfährt deutliche Ablehnung
Die Akademie des Sports in Clausthal-Zellerfeld bot den Raum für die jüngste Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Goslar. Unter dem Vorsitz von Renate Lucksch stand die Zukunft des Berufsschulstandortes in Seesen im Mittelpunkt, ein Thema, das die Politik in den vergangenen Monaten stark bewegte.
Die Beschlussempfehlung, den Schulstandort in Seesen zu erhalten, kam am Ende jedoch wenig überraschend. Es hatte sich zuletzt abgezeichnet, dass die politische Mehrheit an Seesen als traditionellem Standort für die Zweiradmechatroniker und –mechaniker festhalten möchte. Die Entscheidung der CDU, ihren Änderungsantrag in dieser Sache zurückzuziehen, war daher konsequent. Der Ausschuss versammelte sich einstimmig hinter der Vorlage der Verwaltung.
Diese sieht vor, dass der Landkreis das Schulgebäude in Seesen zunächst an einen Investor veräußert und anschließend die für die Zweiradmechatroniker-Ausbildung notwendigen Flächen rückanmietet.
Die Politik bezeichnete die Entscheidung fraktionsübergreifend als bestmögliche und sparte auch nicht mit Lob für die Verwaltungsseite, der sie ein ausgesprochen transparentes Verfahren attestierte.
Keine Mehrheit fand, wie auch schon im Bau- und Umweltausschuss, ein Antrag der Kreistagsgruppe aus Bürgerliste und WGL (Wählergemeinschaft Langelsheim) auf Einstellung der Förderung des Wintersports im Harz.
Vor Beschlussfassung hatten Jens Ackermann (Präsident des Niedersächsischen Skiverbandes), Rico Uhlig (Kadertrainer des Niedersächsischen Skiverbandes) und Anna Maschmann (Leiterin des Skiinternats) die Gelegenheit ihre Arbeit im Leistungssport vorzustellen und die Notwendigkeit von Beschneiungsanlagen zu unterstreichen.
So führte Kadertrainer Uhlig unter anderem aus, dass die Biathlon-Anlage am Sonnenberg in der Regel zwischen 60 bis 90 Tage Schnee biete und für das Wintertraining genutzt wird. Für die Nachwuchsathleten eine wichtige Säule. Die verhältnismäßige Schneesicherheit im Landesleistungszentrum Sonnenberg lässt sich laut Uhlig vor allem auf die Produktion von Kunstschnee zurückführen, der deutlich haltbarer sei und auch wärmeren Temperaturen und Regenphasen standhalte.
Die Ausschussmitglieder überzeugte diese Darstellung. Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt.
Zustimmung fand die überplanmäßige Auszahlung für die Erweiterung des Ratsgymnasiums in der Zehntstraße 24 in Goslar. Dort fallen Mehrkosten in Höhe von 770.000 Euro an. Thomas Kruckow, Fachdienstleiter Gebäudemanagement in der Kreisverwaltung, bezeichnete Mehrkosten in dieser Größenordnung bei einem acht Millionen Euro teuren Projekt dennoch als Punktlandung. Vor allem auch deshalb, weil es sich um die Sanierung eines Denkmals in der Welterbezone handelt. Für diese Einschätzung erhielt der Gebäudemanager Zustimmung aus den Reihen der Abgeordneten.
Wie üblich obliegt die endgültige Entscheidung über alle vom Ausschuss empfohlenen Beschlüsse dem Kreistag, der am 6. Oktober zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt.