Neubau der Rettungswache in Langelsheim: Wichtiger Meilenstein für die Notfallversorgung im Landkreis Goslar
KreisWirtschaftsBetriebe (KWB) Goslar investieren 4,5 Millionen Euro in neuen Standort
Der heute erfolgte Spatenstich für den Neubau der Rettungswache in Langelsheim markiert den Start eines zukunftsweisenden Projektes zur Stärkung der notärztlichen und rettungsdienstlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Goslar. Landrat Dr. Alexander Saipa sowie Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze bezeichnen das Vorhaben als „moderne, leistungsfähige sowie wegweisende Lösung für die Region“.
Der Bau der neuen Rettungswache knüpft an die Erkenntnisse des Bedarfsgutachtens aus dem Jahr 2019 an, welches Langelsheim als zusätzlichen, sechsten Rettungsstandort empfiehlt, um Hilfsfristen nachhaltig zu verbessern.
Dazu Landrat Dr. Alexander Saipa: „Der Standort hier im Langelsheimer Businesspark wurde strategisch gewählt, um Regionen wie Lutter und Liebenburg künftig deutlich schneller erreichen zu können und somit die Notfallversorgung in der gesamten Region zu optimieren. Die neue Rettungswache wird unsere Einsatzkräfte in die Lage versetzen eine noch verlässlichere Notfallversorgung mit kurzen Reaktionszeiten zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Das war und ist unser erklärtes Ziel.“
Langelsheims Bürgermeister lenkt den Blick auf einen weiteren positiven Effekt, der mit dem Neubau einhergeht: „Durch die neue Rettungswache am Standort des Bauhofes und des Businessparks ergeben sich Synergieeffekte. Der Rettungsdienst kann beispielsweise den Vortragsraum oder den Besprechungsraum für Veranstaltungen nutzen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und die gute Nachbarschaft, wie wir sie schon in der Harzstraße leben.“
Thomas Ebert, Betriebsleiter der KreisWirtschaftsbetriebe, erklärt hinsichtlich des Zeithorizontes der Baumaßnahme: „Der aktuelle Bauzeitenplan sieht die Fertigstellung der neuen Rettungswache bis zum Spätsommer 2027 vor. Wir hoffen, dass wir von Verzögerungen, wie wir sie in der Planungsphase erleben mussten, verschont bleiben. Ich bin jedoch optimistisch, dass wir einem reibungslosen Bauverlauf entgegensehen.“
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Damit steht nicht nur Sicherheit im Vordergrund, sondern auch Energieeffizienz und Zukunftsfähigkeit wurden bei den Planungen für den Neubau berücksichtigt.
So werden rund 50 Prozent der Dachfläche mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet (circa 90 kWp), ergänzt durch eine moderne Klimatisierungs- und Heiztechnik auf VRF-Basis (Anmerkung: ein VRF-System heizt und kühlt).
Das Gebäude ist ebenerdig geplant und bietet einen funktionalen Sozialtrakt mit getrennten Umkleide- und Sanitärbereichen, Schwarz-Weiß-Bereichen, vier Ruheräume, einen Übungsraum, ein Büro sowie Desinfektionsraum, Küche, Aufenthaltsraum und Terrasse.
Die Fahrzeughalle wird über fünf Stellplätze verfügen, ergänzt durch großzügige Lager- und Materialräume. Die Bauweise orientiert sich an neuesten DIN-Vorschriften was die Sicherheit, Ergonomie und Arbeitsbedingungen betrifft.
Ihren Dank richten Landrat, Bürgermeister und Betriebsleiter selbstverständlich an die Mitarbeitenden der Verwaltung, die Fachplanerinnen und Fachplaner, die politischen Gremien sowie alle Beteiligten im Hintergrund. Besonderer Dank gilt natürlich auch den Einsatzkräften des Rettungsdienstes, die mit ihrem Engagement tagtäglich Herausragendes leisten.