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Datum: 10. Dezember 2025

Kreistag verabschiedet Haushalt für das Jahr 2026 einstimmig

Haushaltsdefizit beläuft auf rund 15,8 Millionen Euro

Einstimmig bei nur einer Enthaltung hat der Kreistag des Landkreises Goslar in seiner gestrigen Sitzung den Haushalts- und Stellenplan für das Jahr 2026 verabschiedet.

Das Zahlenwerk, das Politik und Verwaltung bereits seit Monaten beschäftigt, weist 2026 Erträge in Höhe von 380.730.092,37 Euro aus. Demgegenüber stehen Aufwendungen von rund 396.529.930,99 Euro. Nach Jahren von Haushaltsüberschüssen beläuft sich das Defizit auf rund 15,8 Millionen Euro.

Landrat Dr. Alexander Saipa erklärte den Fehlbetrag in seiner Rede zum Haushalt mit immensen Kostensteigerungen vor allem im Sozialbereich auf die der Landkreis kaum Einfluss nehmen könne. Es handelt sich um Pflichtaufgaben, die von der Kreisverwaltung im so genannten übertragenen Wirkungskreis wahrgenommen werden. Dies sind Aufgaben, die nicht aus eigener Selbstverwaltung, sondern in der Funktion als staatliche Verwaltungseinheit ausgeübt werden. Die Ausgaben im Sozialbereich belaufen sich ohne Personalkosten auf rund 200 Millionen Euro im kommenden Jahr, was mehr als die Hälfte des Gesamthaushaltes umfasst.

Darüber hinaus hätten auch die Tarifrunden der vergangenen Jahre dafür gesorgt, dass die Personalkosten gestiegen sind. Dieser Posten macht im Haushalt des Landkreises 71,7 Millionen Euro aus.

Trotz des Sparzwanges, der den Landkreishaushalt auch in den kommenden Jahren prägen wird, stehen auch Investitionen an. So berichtete der Landrat, dass in der mittelfristigen Finanzplanung (hier wird der Zeitraum von 2026 bis 2029 betrachtet) rund 30,8 Millionen Euro in die Sanierung und den Erhalt der Schulen fließen soll. In den Bereich des Straßenbaus werden etwa 7,5 Millionen Euro investiert.

Auch Einnahmeseitig hat der Kreistag eine wichtige Entscheidung getroffen. So wird die Kreisumlage, die der Landkreis von seinen kreisangehörigen Gemeinden erhebt, um einen Prozentpunkt angehoben. Die Erhöhung betrifft nur die Schlüsselzuweisungen und zielt nicht auf die Steuereinnahmekraft der Kommunen ab. Somit bleiben die Steuereinnahmen vollständig den Städten und Gemeinden erhalten.

Landrat Dr. Saipa wertet das einstimmige Votum des Kreistages für den Haushalt 2026 als ein gutes Signal: „In zugegeben schwierigen Zeiten hat unser Kreistag mit dem gestrigen Haushaltsbeschluss ein starkes Zeichen des Zusammenhalts und der Unterstützung gesetzt. Ich freue mich über dieses positive Votum und danke allen Abgeordneten für ihr Vertrauen in die Arbeit meiner Verwaltung.“