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Datum: 28. Januar 2026

17 Personen erhalten bei der sechsten Einbürgerungsfeier die deutsche Staatsbürgerschaft

Landrat Dr. Alexander Saipa überreicht Urkunden im Rahmen der Feierstunde im Kreishaus und betont die Bedeutung von Freiheit, Würde und Gleichberechtigung

Bei der mittlerweile sechsten Einbürgerungsfeier im Goslarer Kreishaus durfte Landrat Dr. Alexander Saipa am gestrigen Dienstag 17 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft verleihen und ihnen die Einbürgerungsurkunden als Zeugnis für diesen wichtigen Schritt in ihrem Leben überreichen.

Seit der Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsgesetzes im Jahr 2024 wurden im Landkreis Goslar insgesamt 1.204 Menschen eingebürgert.

Die Herkunftsländer der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die zur Feierstunde ins Kreishaus kamen, sind dabei gewohnt vielfältig: Sie stammen aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, Russland, der Türkei, Belarus, der Ukraine, Marokko, Syrien und Somalia.

In seiner Rede drückte Landrat Dr. Alexander Saipa seine Freude darüber aus, mit den Einbürgerungsurkunden ein besonderes Symbol der Zugehörigkeit aushändigen zu können. „Ihre vielfältigen Herkunftsgeschichten beweisen: Integration gelingt dort besonders gut, wo Selbstvertrauen, eine klare Identität und Wertschätzung zusammentreffen.“ Das historisch bedeutsame Datum, der 27. Januar als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, nahm Dr. Saipa zudem zum Anlass, um an die Verantwortung die erinnern, die eine jede Staatsbürgerin und ein jeder Staatsbürger trägt: „Unser Grundgesetz steht als Versprechen gegen Antisemitismus, gegen Rassismus und gegen Gewalt. Es erinnert uns daran, dass Freiheit, Würde und Gleichberechtigung unantastbar sind“, so der Chef der Kreisverwaltung und rief den Anwesenden ins Gedächtnis, wie viele Millionen Menschen zu Zeiten des Nationalsozialismus aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischer Überzeugung oder sexueller Orientierung unterdrückt und ermordet wurden. „Ihre Einbürgerung steht als Bekenntnis zum Grundgesetz auch mit dafür, so etwas nie wieder geschehen zu lassen - das ist eine Verpflichtung, die wir alle ganz besonders in diesem Land in uns tragen.“

Der offizielle Teil der Veranstaltung wurde wie üblich musikalisch begleitet, diesmal von einem ausgesprochen jungen Talent: Die zehnjährige Shams Faten Helal ist bereits seit dem Kleinkindalter fleißige Schülerin der Kreismusikschule Goslar. Im Rahmen der Einbürgerungsfeier präsentierte sie die Musikstücke „Prancing Pony Rag“ von Kathryn Carter und „Chanson de Tiriosko“, basierend auf einem Bulgarischen Volkslied, nach einem Arrangement von Dominig Bouchaud auf der Harfe.