»Wir stehen zu allen unseren Sportvereinen«
Erster Kreisrat Frank Dreßler reagiert im Schulausschuss auf die Debatte um die Nutzung von Sporthallen und deren Instandhaltung
Mit einem klaren Bekenntnis zu allen Sportvereinen im Landkreis Goslar reagierte Erster Kreisrat Frank Dreßler am Mittwoch in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses auf die Debatte um die Nutzung von Sporthallen.
Dabei trat Dreßler nicht nur Behauptungen entgegen, der Landkreis würde seine Sporthallen vernachlässigen, sondern er nahm auch Bezug auf die öffentliche Stellungnahme der Kreisverwaltung aus dem Januar.
In dieser hatte der Landkreis in Reaktion auf die Beschwerde eines lokalen Sportvereins dargestellt, dass sich die Vorhaltung von Sporthallen am Standort und Bedarf der Schulen orientiert. Die Stellungnahme sorgte in der Folge für massive Kritik, die sich in Leserbriefen sowie Stellungnahmen eines Interessenverbandes und der politischen Fraktionen äußerte.
Dreßler räumte Fehler in der Kommunikation ein und merkte selbstkritisch an, dass die Stellungnahme Raum für Interpretation gelassen habe, der nicht beabsichtigt war, und am Ende eine Diskussion auslöste, die nicht die Auffassung des Landkreises widerspiegelt.
„Für den Landkreis steht es außer Frage, dass wir hinter allen unseren Sportvereinen stehen und das gilt auch für die Zukunft. Richtig ist aber auch, dass sich die Planung und Vorhaltung von Sporthallen am schulischen Bedarf orientiert. Die Belange der Vereine denken wir in diesem Zusammenhang jedoch stets mit, das zeigt sich beispielsweise an den Tribünen, wie sie in allen unseren großen Sporthallen vorhanden sind, denn diese werden für den Schulsport in der Regel nicht benötigt“, so Erster Kreisrat Dreßler.
„Und auch an der Handhabung, den Sportvereinen die Hallen grundsätzlich unentgeltlich zur Verfügung zu stellen“, so machte es Dreßler unmissverständlich deutlich, „werden wir weiterhin festhalten.
Und wie es auch andernorts geübte und gelebte Praxis ist, steht die Verwaltung bei Gesprächsbedarf von Vereinen, Verbänden und anderen Institutionen selbstverständlich zur Verfügung und freut sich auf die gemeinsame Entwicklung von Ideen.
Der Erste Kreisrat konterte jedoch auch die Kritik, der Landkreis würde seine Liegenschaften vernachlässigen und notwendige Instandhaltungsarbeiten aufschieben. Diesen Aussagen begegnete Dreßler mit der Präsentation einer Aufstellung von Investitionen der vergangenen zehn Jahre. In diesem Zeitraum hat die Kreisverwaltung mehr als 24 Millionen Euro in die Sanierung, Instandsetzung und Unterhaltung seiner insgesamt 20 Sporthallen gesteckt. „Das ist viel mehr als nichts“, unterstrich Dreßler.
Dabei erinnerte der Erste Kreisrat auch an die angespannte Haushaltssituation der vergangenen Jahre. Bis 2018 unterlag der Landkreis den Maßgaben des Zukunftsvertrages mit dem Land. Die von Landesseite geleistete Entschuldungshilfe und die damit verbundene Haushaltskonsolidierung engte den finanziellen Spielraum der Verwaltung stark ein. „Nichtsdestotrotz“, so Dreßler, „sind wir unseren Aufgaben nachgekommen.“
Für die Zukunft wünscht sich der Erste Kreisrat weiterhin eine Kommunikation auf Augenhöhe, die der Landkreis stets bereit ist zu führen.