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22.01.2014
Großes Interesse an Morgenstern


Landrat Thomas Brych (2. v.l.) bei der BegrüßungGut besuchte Informationsveranstaltung

Die Aula der Grundschule Groß Döhren war am Dienstagabend gut gefüllt. Rund 80 Zuhörer, Anwohner, Umweltschützer, Interessierte und Kommunalpolitiker waren der Einladung des Landkreises Goslar zu einer weiteren Informationsveranstaltung über die aktuelle Lage auf dem Standort Morgenstern gefolgt. Kurz vor Beginn mussten zusätzliche Stühle herangeschafft werden. Landrat Thomas Brych zeigt sich zufrieden: „Ich freue mich sehr, dass unser Angebot so gut angenommen wird. Das zeigt, dass wir mit unserer aktiven und transparenten Information zu diesem Problemthema auf dem richtigen Weg sind.“

Landrat Thomas Brych (2. v.l.) bei der Begrüßung

Dr. Walter Schmotz und Fabian Materzok vom Fachdienst Umwelt der Kreisverwaltung informierten in ihren Präsentationen ausführlich über die bisherigen Schritte und Untersuchungsergebnisse auf dem Gelände Morgenstern und gaben einen Ausblick auf die folgenden Maßnahmen. Im Bereich der ehemaligen Hausmülldeponie sind im Jahr 2014 Sanierungsarbeiten am Sickerwasserzentralschacht und an den Drainagen im Bauabschnitt II geplant. Außerdem beginnt ein beauftragtes Ingenieurbüro mit der Planung der Oberflächenabdichtung. Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen betragen rund 4,7 Mio. Euro.

Im Bereich der Altlasten werden die Untersuchungen, das sogenannte Monitoring, weitergeführt und teilweise ausgeweitet, um weitere Informationen über die Wasserbewegungen zu erhalten.

Außerdem beginnt die Sanierung der im Frühjahr 2013 festgestellten Schadstoffbelastung auf dem Betriebsgelände. Wegen der technisch anspruchsvollen Maßnahmen führt dies ein besonders qualifiziertes Ingenieurbüro zunächst als Sanierungsuntersuchung durch. Über den eventuellen Abriss der Schachthalle und über weitere Bohrungen auf dem Gelände soll bis Mitte des Jahres entschieden werden, wenn weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen. Die geschätzten Kosten für diese im Jahr 2014 geplanten Maßnahmen der Altlastenbearbeitung liegen bei rund 2,6 Mio. Euro. Davon übernimmt das Land Niedersachsen rund 1,5 Mio. Euro.

Neben den Sorgen und Bedenken der Menschen, die im Umfeld des Standorts Morgenstern leben, waren die Kosten auch Thema in der anschließend von Fachbereichsleiter Thomas Walter moderierten lebhaften Fragerunde. Die Sorge um einen Anstieg der Gebühren wurde ebenso deutlich wie einige Ideen zur möglichen Kostenreduzierung. Aber auch andere Stimmen waren zu hören. „Die Kosten dürfen hier keine Rolle spielen. Es geht um Wichtigeres, nämlich um die Bewohnbarkeit unserer Region“, trug ein Zuhörer seine Sichtweise vor.

Für die seit einigen Jahren sehr intensive und offene Informationspolitik erhielt der Landkreis Goslar mehrfach Lob von den Zuhörern. Ein Punkt, den Landrat Thomas Brych in seinem Schlusswort aufgriff: „Wir nehmen Ihre Sorgen und Probleme sehr ernst und wir werden Sie auch in Zukunft offen und uneingeschränkt über das Thema Morgenstern informieren.“ Die nächste öffentliche Informationsveranstaltung wird es voraussichtlich im Herbst geben.